(Entertainment One) Der Plot von HAMMER OF THE GODS erinnert mich von der Kernaussage ein wenig an Apocalypse Now. Ging es in letzterem aber darum, den Colonel zu töten, soll der wahnsinnige und verstoßene Bruder des Wikingers Steinar zum König ernannt werden, weil der Vater der beiden 871 n.Chr. im Sterben liegt und Steinar zwar ein guter Kämpfer ist, aber zu grün hinter den Ohren und der dritte Bruder eher ein Redner, als ein Kämpfer. Und die Feinde stehen bereits in den Startlöchern. Und so macht sich Steinar mit seinen drei (einer davon der Quotenwahnsinnige, der a) nervt und b) noch mal nervt!) auf den Weg. HAMMER OF THE GODS wird leider erst im letzten Drittel spannend und halbwegs überraschend, die Handlungs-Stränge der ersten beiden Drittel sind leider ohne wirkliche Höhepunkte und bestechende Dramaturgie aneinander gefügt.Der Film wirkt dadurch leider etwas hölzern, die Kampfszenen sind zwar gut gemacht und teilweise recht brutal, es wird aber trotz FSK18-Flatschen diverse Male geschnitten. Und leider so, dass es zuweilen zulasten der Logik geht. Dafür entschädigen aber die grandiosen Landschaftsaufnahmen, die Burgen und Höhlen, Wälder und Seen, die der Film noch zu bieten hat, etwas. Darüber hinaus sind die Kostüme der Darsteller sehr gut gemacht und müssen sich nicht hinter teureren Produktionen verstecken. Vor allem die Gegner sehen sehr furchterregend aus. Alles in allem kann aber hier maximal unteres Mittelmaß vergeben werden. Hammer Of The Gods-SzenenbildDas gut gemachte Making Of wertet den Film im Nachhinein dann wieder etwas auf, denn wir erfahren, dass es sich bei HAMMER OF THE GODS um das Spielfilmdebüt des Regisseurs handelt und das Budget doch recht schmal bemessen war. Selbst der Hauptdarsteller war sich nicht zu schade, beim Equipment schleppen mit anzupacken. Die vier Freunde im Film waren auch während der Dreharbeiten immer zusammen, probten zusammen, trainierten zusammen und wohnten in einem kleinen Haus. Je länger man das Making Of guckt, desto peinlicher berührt ist man, dass man den Film aufgrund der oben genannten Schwächen abwatschen muss. Unverständlich auch die Zensur, die Serie Spartacus zum Beispiel blieb da im Verhältnis gesehen noch verschonter und war um einige Schippen brutaler! Zum Schluss bleibt dann noch die Frage, wo denn der Hammer der Götter war, nach dem der Film hier benannt wurde. Hagen, einer der Kameraden von Steinar hatte zwar eine Art Hammer als primäre Waffe, aber Sinn ergibt das im Nachhinein nicht! Putzig auch der Soundtrack. Dubstep, moderner Metal und klassische Musik (leider keins davon "tagg-bar" mittels Smartphone) geben sich die Klinke in die Hand. Cool, aber (bis auf Klassik) zu dieser Thematik so unpassend, wie HipHop. Aber immerhin! Film-VÖ: 25.10.2013