(Brutkasten / Broken Silence) So, so. Nun, das Debut kann man nun nicht gerade als "Fail" bezeichnen und den Nachfolger wahrlich erst recht nicht. Auch wenn Longplayer Nummer Eins noch unter den legendären Fittichen von Guido Lucas entstand, muß sich der selbstproduzierte Nachfolger ganz und gar nicht hinter Nummer Eins verstecken. Einiges dazugelernt hat die Combo wahrscheinlich auch von diversen Support-Slots, wie z.B. von Circa Survive, Cursive, The Computers, Fucked Up und Four Year Strong, um nur einige namhafte zu nennen. "Follow.Fail.Repeat" ist verdammt abwechslungsreich und läßt sich in keine Schublade einordnen, aber man muß sich definitiv mehr Zeit einräumen, um sich auf das Album einzulassen. Augenscheinliche Hits lassen sich auf Anhieb nicht ausmachen – doch genau das macht "Follow.Fail.Repeat" so unwiderstehlich und eigen. Hier wird auf vertracktere Strukturen gebaut, anstatt oberflächlich eingängige Songs zu kredenzen. average-engines-follow-fail-repeat-5077Und genau durch diese Tatsache hat man weitaus mehr von dem Longplayer, als bei diversen anderen Combos, wo eingängige Songs Massenware sind, aber bereits nach einigen Hördurchläufen genauso schnell zum Halse raushängen, wie sie in die Gehörwindungen eindringen. Zudem gibt es diverse Gastfeatures bei den Hamburgern zu vermelden, die "Follow.Fail.Repeat" außerdem interessanter macht. AVERAGE ENGINES haben somit ein überzeugend aufrichtiges Indie-Rock-Statement in Rille, bzw. auf Silberling gegossen, was heutzutage nicht gerade oft vorkommt. Und weil die Vier sich dachten, wenn schon selbst produzieren, warum nicht gleich ein eigenes Label aus dem Boden stampfen und das Ganze auch gleich selbst veröffentlichen. Wer nicht wagt, der nicht gewinnt. Auf jeden Fall kann man AVERAGE ENGINES hier nur gratulieren, beide Daumen nach oben zeigen und ein High Five an Blitzen vergeben. Album-VÖ: 08.11.2013 (Photo courtesy of Brutkasten)