(Svart Records) Finnland und Death-Doom: eine gute Kombination. Das weiss man spätestens seit Amorphis. Und das hat sich Bandleader Laakso wohl auch gedacht, als er 2010 KUOLEMANLAAKSO aus der Taufe hob. Nebenbei: der Bandname ist laut Labelseite übrigens Finnisch für „Death Valley“. Nachdem ein erstes Vier-Song-Demo mächtig Wellen schlug, nahm die Band 2012 unter der Aufsicht von V. Santura (Tryptikon, Dark Fortress) das Album "Uljas Uusi Maailma" für Svart auf. Und aus diesen Aufnahme-Sessions stammen auch die vier Songs auf der nun vorliegenden EP "Musta Aurinko Nousee". Der Titeltrack ist ein Cover des finnischen Musikers Juice Leskinen, der von den 1970ern bis 2004 über 30 Alben veröffentlichte und in Finnland Kultstatus innehat. Bzw. innehatte, denn er ist bereits 2006 verstorben. Leider ist der Rausschmeisser 'Musta Aurinko Nousee', was übersetzt „Black Sun Rising“ bedeutet, für mich auch der schwächste Track der EP. Zuviel Pathos, zuviel Kitsch. Dafür gibt es aber vorher dreimal allerfeinsten Doom-Death. Amorphis hatte ich ja schon als Referenz genannt. Paradise Lost (zumindest die frühen) dürfen natürlich auch nicht fehlen. Kuolemanlaakso 2013 by Susanna HonkasaloKUOLEMANLAASKO wissen, geschickt das Tempo zu variieren. Die Gitarre macht ordentlich Druck und intoniert herrlich melancholische Melodiebögen. Sänger Kotamäki grunzt und kreischt, was die Stimmbänder hergeben. Die Songs sind schön kompakt arrangiert, Langeweile kommt da keine auf. Was zu meckern habe ich allenfalls am (für meinen Geschmack) viel zu cleanen und aggressiven Sound. Glasklar möchte man sagen. Wenig Atmosphäre, dafür viel Druck und man hört jedes noch so kleine Detail. "Musta Aurinko Nousee" erscheint als CD im Digipack, wer das schmucke Artwork etwas genauer in Augenschein nehmen möchte (und verdient hat es das), greift zum streng limitierten Vinyl (drei Farben, jeweils 100 Stück). Album-VÖ: 29. 11. 2013 (Photo by Susanna Honkasalo)