(Steamhammer/SPV) Es ist wieder Zeit für Schmerz! Auf dem dritten Album mit konstanter Besetzung, seitdem die alt gedienten Mitstreiter für einen Haufen energiegeladener Jungspunde das Bandlager um Leader Gary Meskil "verlassen" mussten, haben PRO-PAIN viel experimentiert, gehen 2013 nun aber eindeutig wieder Back To The Roots. Das mag zum Teil daran liegen, das man vor kurzem eine Tour anlässlich des Bandjubiläums fast ausschließlich nur mit Songs des Debüts bis Album Nummer fünf bestritt, was nicht wenige Fans mehr als nur gefreut hat. Meiner einer wurde im hannoverschen Mephisto dank perfekter Show und Sound geradezu zum Abfeiern "gezwungen"! Das Quartett klang dagegen auf den letzten beiden Alben immer etwas anders und probierte sich neu aus. Angefangen 2010 mit "Absolute Power", auf dem man mit viel Melodie zu Werke ging und neue Akzente setzte in Richtung Metal. 2012 wurde dann auf "Straight To The Dome" das Gaspedal wieder ordentlich durchgetreten und dem schnellen Hardcore und Thrash Tribute gezollt. Jetzt geht es wieder deutlich düsterer und klassischer zu Werke. Wegefallen sind die Keyboard-Füller und harmonischen Gesänge. Die gesamte Musik und sämtliche Texte hat Meskil bei sich zuhause in Sarasota (Florida) geschrieben und das hört man auch. Die zwölf Nummer des 14. Albums knallen dank Produzent V.O. Pulver (Gurd) ordentlich aus den Boxen. Im Little Creek Studio in Gelterkinden (Schweiz) wurde aufgenommen, gemischt, gemastert und geschwitzt. pro-pain-final-revolution-5119Das dreckige Duzend bietet typische PRO-PAIN und Beats, wobei letztere durch den fitten Drummer deutlich aufgepeppt werden. Früher benutzte der gute Meskil zu oft Kollege Drum-Computer. Doch auch die beiden Gitarristen dürfen sich austoben und glänzen mit gelegentlichen Leads und schönen Soli. Die Stücke sind zumeist im Midtempo angesiedelt, bis auf einige Uptempo-Ausbrecher, und überschreiten selten die 3:00 Minuten, geschweige denn die 3:30-Marke und das ist gut so, denn dadurch sind die simplen Stücke kurzweilig im wahrsten Sinne des Wortes. Die neuen Stücke des New Yorker Veteranen klingen wie zu den frühen Neunzigern und ein angenehmes "wie früher" Gefühl stellt sich ein. Auch wenn das Debüt noch origineller war, kann "The Final Revolution" mit den restlichen Frühwerken konkurrieren. Dank des fetten Sounds macht die "Zeitreise" richtig Spaß! Meskil brüllt seine Message monoton wie immer heraus. Wer aber Bands wie Hatebreed oder Sick Of It All mag, dem ist dieses Stilmittel geläufig! So viel Spaß hatte ich schon lange nicht mehr mit einer PRO-PAIN-Scheibe! Mittlerweile ist die Hardcore Legende beim deutschen Label-Urgestein SPV gelandet. Das Album gibt es als normale Version und als Special Edition mit Cover und Live Songs. Album-VÖ: 22.11.2013 (Photo courtesy of Steamhammer)