Wenn die fünf Kanadier von SILVERSTEIN zur Show rufen, ist Hingehen natürlich Pflicht, und so ging es am Mittwoch, dank Xaver mit leichtem Gegenwind nach Hamburg. Im Knust angekommen, wurden zuerst die dargebotenen Devotionalien unter die Lupe genommen, sowie Getränke geordert. Dann hieß es warten, denn untypischerweise für Hamburg beginnt die Show erst mit einer gut 15-minütigen Verspätung. PALISADES aus Iselin, NJ eröffnen den Abend. Und wie! Ohne Pause dreschen sie dem Publikum ihren Mix aus Rock und Post-Hardcore mit Elektro-Einflüssen entgegen und dieses bedankt sich in Form von Bewegung. Bereits bei Song 2 stürmt ein Großteil des Publikums aufeinander zu und mosht was das Zeug hält. Auch auf der Bühne ist viel Spaß und Bewegung zu sehen. Nach gut 25 Minuten beenden die 6 Jungs ihr Set und räumen unter Beifall die Bühne für DREAM ON DREAMER. Ein Getränk später ist dann auch der Umbau samt Linecheck erledigt und so kann es frisch gestärkt weitergehen. Die für ihre eher sphärischen Moshsongs bekannten Australier von DREAM ON DREAMER wissen auch sofort, wie man das nun gut zu 3/4 gefüllte Knust auf seine Seite bringen kann. Zwar ist in den ersten Songs der Clean-Gesang etwas zu leise abgemischt, doch das stört den Pit herzlich wenig. Es wird gedived und mitgesungen. Gitarren werden mit Streichbögen gespielt und Ansagen kommen zum Teil im besten Deutsch, da Sänger Marcel Gadacz erst vor ein paar Jahren von Deutschland nach Australien ausgewandert ist. Bevor nach gut einer halben Stunde der letzte Song gespielt wird, erzählt Marcel noch, dass Aaron der Drummer den Krebs endlich besiegen konnte, und jeder so wie er fest an seine Träume glauben sollte. Dies wird mit heftigem Applaus gewürdigt. Doch nun warten alle gespannt auf den Hauptact. SILVERSTEIN: Eine Band die gefühlt immer auf Tour ist, und trotzdem dazwischen Zeit findet, um grandiose Alben zu schreiben. Nachdem kleine technische Defekte den Beginn etwas verzögerten, legen die Herren um Sänger Shane Told umso ungestümer los. Die Menge rastet nun völlig aus, Sing-a-longs, Pointing Fingers und Stage Dives gleich ab dem ersten Song. Ich werde regelrecht umgeblasen! Die Auswahl der Songs lässt wenig Wünsche offen. Über 'In Silent Seas We Drown' vom aktuellen Album bis zu 'Giving Up' vom 2003er Album "When Broken Easily Fixed" war alles dabei und die Menge sang voller Inbrunst mit. Natürlich durften Hits wie 'Smile In Your Sleep' und 'Smashed Into Pieces', welcher als Zugabe gespielt wurde, nicht fehlen. Nach gut einer Stunde ist der Spaß leider schon vorbei und SILVERSTEIN verlässt unter viel Jubel die Bühne. Um es kurz zu machen - HAMMER! Die Show, das Publikum. Ich freu mich jetzt schon auf die nächste Tour!