(Rise Rec / Cargo Records) Nun knapp am Ende des Jahres 2013 , legen POLAR BEAR CLUB eine frische Veröffentlichung vor, welche die Polarbärenclubs zum einen spaltet und zum anderen neue erschließt. Diesmal können wir uns auch nicht mit mehreren Veränderungen im Hause der Jungs anfreunden. Es wurden Umbesetzungen innerhalb der Truppe vorgenommen, welche sich auch ganz klar in ihrem neuen Soundgewand zu erkennen geben. Nach einigen Touren durch Australien und durch die UK haben sie sich dann schon sehr frühzeitig ins Studio verkrümelt, um ihre neuen Eingebungen einzuspielen. Die große musikalische Wende der so einzigartigen Combo war also - ohne dass es einer wusste - in der Schmiede, denn Leadsänger Jimmy Stadt singt hier wortwörtlich den "Death Chorus" ein :). Waren die Songs doch einst so energisch und voller Power und strotzten nur so vor Kreativität, sind diese jetzt fast radiotauglich geworden. Hat doch tatsächlich das Layout der Scheibe ein ganz anderes Bild mit den zwei finsteren Gesellen und dem Schwert vermittelt oder? Wer konnte denn ahnen, dass es sich hier auf einmal um Candypoprock handeln würde^^ Jedoch ist dieser an einigen Stellen qualitativ sehr gelungen. Hier mal meine Höreindrücke dazu: 109_2_pbc_lowDer Opener 'Blood Balloon' nimmt auf einmal richtig Fahrt auf, was bei POLAR BEAR CLUB eher seltener der Fall war und strandet immer wieder bei einer sehr eingängigen JumpPassage ... macht schon mal Laune. Folgende Hymnen wie 'Graph Paper Glory Days' oder  das schicke 'For Show' sind dann doch der Beweis, dass die Jungs doch noch nicht ihren Zauber verloren haben. Das ganze natürlich im cleanen Engelsgesang vom Jimmy vorgetragen, welcher sich trotz fehlender Gröhleinlagen durchaus hören lassen kann. Der Unterschied wird jedoch in der Mitte der Platte nochmal klarer, denn da wo einst Softrockkracher wie 'Drifting Thing' die Runde machten, findet sich jetzt eher eine belanglose Ballade 'Siouxsie  Jeanne', die dann doch eher unter geht. Das Werk plätschert so dahin, bis wirklich doch tatsächlich noch zwei Highlights aufwarten, denn bei 'Twang Blister To Burn' kommt das alte Feeling mal kurz wieder zurück, in Bezug auf Rhythmus und Intensität ein toller mitreißender Track mit einer Salve an Melodien. Also, es geht doch noch... Der Rausschmeißer 'Upstate Mosquito'  ist für mich ein sehr gutes Midtempo-PopPunkstück geworden, wie es sein sollte vom Intro an bis es dann elegant slowly ausgefadet wird. Fazit: Liebe Fans es gibt diesmal kein "Crash Battle Guilt Pride" aber so schlimm ist es dann doch nicht geworden, jedoch hätte Jimmy echt mal früher Bescheid sagen können, dass das Gemisch dieses Produktes irgendwas zwischen Jimmy Eat World, Simple Plan und ihnen selbst wird und nicht erst, wie im kürzlich veröffentlichen Statement auf Alt. Press. Das kann sich jetzt jeder ausmalen wie er möchte, aber das Album kann schon was! Jedoch hoffe ich, dass dies trotzdem nur eine Phase ist und wir in Zukunft wieder mit mehr Zunder von ihnen rechnen können .Faire 3,5 Blitze Album-VÖ: 19.11.2013 (Photo courtesy of Rise Records)