(Fuzzoramarecords) Wenn man Josh Homme als Fan seiner Band verzeichnen kann, ist das ja schonmal ein gutes Zeichen dafür, dass man vieles richtig gemacht hat. So wie die TRUCKFIGHTERS aus Schweden. Nach fast vier Jahren Wartezeit buddeln die Jungs mit "Universe" nun endlich Album Nummer Vier aus dem Wüstensand. Bzw. den schwedischen Schneemassen. Aufgenommen im bandeigenen Bombshelter-Studio, rausgebracht auf dem bandeigenen Label Fuzzorama. Ganz schön Punk. 'Mind Control' startet mit entfernt wirkenden Sounds, stampft dann aber sogleich wütend und mächtig voran. Schön Kyuss-artige Gitarren-Harmonien, nicht ganz so starke Hook im Chorus. 'The Chairman' pendelt zwischen "relaxt" und "mit richtig Drive" hin und her und hebt den Wüstenstaub-Level gleich ordentlich an. Das folgende 'Convention' startet eher ruhig, ballert aber am Ende ordentlich los. Ist aber auch nach nur 1:41 schon wieder vorbei. Schade. 'Get Lifted' hat eine unglaublich tiefe Atmosphäre, man spürt die untergehende Sonne über dem ewigen Sand, die Hitze. Ganz stark. Die Harmonien und Gesangslinien zum Ende sind aber leider furchtbar und reissen den ganzen Track stark runter. Das gleiche gilt für 'The Prophet'. Mit dem Start des Songs wippt der Fuß sofort mit, der Chorus klingt aber leider vollkommen auswechselbar und beliebig. 'Dream Sale' ist kurz vor Schluss nochmal ein Lichtblick. Ein relaxter Stampfer, der aber trotzdem den nötigen Schwung am Start hat. Gute Musik zum Autofahren, bevorzugt auf endlosen Highways. Zur Not tut’s vielleicht 'ne Autobahn. truckfightersDen Abschluss bildet 'Mastodont' (pun intended), nicht nur wegen der Spielzeit von 13:55 Minuten ein Schwergewicht. Auch das Riffing ist hier nochmal sau-heavy und schliesst den Kreis zu dem schweren Sound von 'Mind Control'. In Sachen Gitarren-Arbeit klar mein Favorit. Tja, bleibt nun meine Aufgabe, ein Fazit zu ziehen. Das Album ist auf jeden Fall ein "Grower". Nach den ersten Durchläufen war ich überhaupt nicht begeistert. Alles erschien mir viel zu glatt, insbesondere die Vocals von Sänger Oskar könnten deutlich mehr Dreck im Sound vertragen. Mit der Zeit begannen die Songs dann immer mehr zu zünden, gerade die Gitarrenarbeit gefällt mir mittlerweile recht gut. Und es ist nicht auszuschliessen, dass das noch weiter geht. Aber irgendwann muss so ein Review ja auch mal fertig geschrieben werden, deswegen verteile ich jetzt erstmal "nur" 3,5 Sterne. Album-VÖ: 27.01. 2014 (Photo courtesy of Fuzzoramarecords)