(Concorde Home Entertainment) Nachdem ich mit R.E.D. nicht so richtig warm wurde und Freunde mir erzählten, dass sie Teil 2 nicht so gut fänden, wie den ersten, war ich natürlich äußerst hoffnungsvoll gestimmt... nicht! Entgegen der Meinung, meiner geschätzten Filmfreunde, mundet mir R.E.D. 2 jedoch ganz vorzüglich. Das Ganze ist noch überdrehter, actionreicher und schwarzhumoriger als sein Vorgänger und wirkt somit deutlich homogener. Fragte ich mich bei dem ersten Teil stellenweise noch, ob ich jetzt lachen soll, oder ob das tatsächlich ernst gemeint ist, liegt bei R.E.D. 2 gleich von Beginn an auf der Hand, dass man das Hirn getrost abschalten kann und sich schlichtweg von der surrealen, doch urkomischen Story unterhalten lassen soll. Bruce Willis brilliert in seiner Rolle, wie schon lange nicht mehr. Besonders in Kooperation mit seiner Freundin Sarah (Mary-Louise Parker), mit welcher er – anstatt Moskau nach einer Super-Bombe zu durchkämmen und die Welt zu retten – ein ruhiges Leben fristen wollte, glänzt Frank (Bruce Willis) besonders. Auch die Dialoge mit dem wirren Marvin (John Malkovich) lassen die Lachmuskeln gut kontraktieren. Doch auch Anthony Hopkins funktioniert hervorragend in seiner Rolle als verrückter Wissenschaftler Bailey und bereichert den Film somit enorm. Ebenso klasse ist die Rolle der Katja (Catherine Zeta-Jones) und die des weltbesten Auftragskillers Han Cho Bai, gespielt von Byung-Hun Lee, sorgt diese doch für reichlich Action. Primäres Augenmerk wird dabei auf Faustkämpfe gelegt, welche wahrlich überzeugen können. Vor allem eine Szene, in welcher sich der an einen Kühlschrank gefesselte Han Cho gegen eine Überzahl an Polizisten bewähren muss, wird mir noch lange im Gedächtnis bleiben. Großartig! Jene Art von Action kann mit der eines  Expendables durchaus mithalten und steckt den direkten Konkurrenten R.I.P.D. locker in den Sack. RED2-Szenenbild(3508x2125)Zwar wirkt die Story recht belanglos und austauschbar, doch ist diese bei einem solchen Rentner-Agenten-Spektakel auch als eher zweitrangig anzusehen. R.E.D. 2 soll schlichtweg Spaß machen und unterhalten. Und eben jenes Unterfangen gelingt dem Film auch ganz famos. Der Einsatz vom anderthalbfachen Budget (im Vergleich zum Vorgänger) macht sich also ganz offensichtlich bezahlt. Und so darf auch gerne ein jeder, welcher vom ersten R.E.D. nicht allzu angetan war, einen Blick auf Dean Parisots R.E.D. 2 wagen. Film-VÖ: 26.11.2013 (Photo courtesy of Concorde Home Entertainment)