(Universum Film) Neun lange Jahre musste der Fan von Richard B. RIDDICK / Vin Diesel warten, damit die angekündigte Trilogie endlich mit dem dritten Teil (schlicht und ergreifend mit RIDDICK betitelt) fortgeführt wird. Neun Jahre, in denen langsam aber sicher klar wurde (auf diverse Newsmeldungen gestützt), dass RIDDICK nicht das Budget zur Verfügung haben wird, welches man nach dem bildgewaltigen RIDDICK - Chroniken eines Kriegers erwarten müsste. Schließlich hatte man seit PITCH BLACK (welcher als SciFi-Horror mit einem Budget von 23 Millionen doch recht "günstig" angesiedelt war) ja einen etwas teureren Weg beschritten. 105 Millionen gab man für die Fortsetzung aus, 116 wurden an den Kinokassen eingespielt. Auszeichungen gab es u.a. für die Spezialeffekte. Mit dem Sequel wurde ein Universum geschaffen, welches nach mindestens einer Fortsetzung/Weiterführung rief, nur sollte es anders kommen. RIDDICK - Chroniken eines Kriegers spielte erst durch den Heimkino-Markt seine Kosten wieder ein, im Hintergrund hatte mit dem dritten Teil nun nicht mehr das Studio Universal, sondern war auf sich allein gestellt. Aber aus diesem Grund waren Regisseur David Twohy und seine Produzenten (u.a. Diesel) freier in der Machart und nicht abhängig. Da es sich bei Vin Diesel zudem "um eine Herzensangelegenheit handelte", belieh dieser sogar sein eigenes Haus für die Produktionskosten. Und stellt Fans des ersten und des zweiten Teils gleichermaßen zufrieden! Im Auftrag von Vaako (Karl Urban) wird RIDDICK , der neue Herrscher über die Necromonger, von seinen eigenen Leuten verraten und auf einem unwirtlichen Planeten (RIDDICK wird gesagt, es handele sich um seinen Heimatplaneten Furia) zum Sterben zurückgelassen. Aber RIDDICK wäre nicht RIDDICK, wenn er sich nicht nach Rambo-Manier von den Verletzungen erholen könnte. Wieder fit, beginnt der Kampf gegen einheimische Aliens aufs Neue und schon bald muss er sich, nach Absetzen eines Notsignals, gegen fiese Headhunter erwähren. Aber RIDDICK wäre nicht der Mann, der er ist, wenn er nicht einen Plan verfolgen würde.  Neben den Kopfgeldjägern muss sich RIDDICK auch gegen einen Mann aus seiner Vergangenheit behaupten. Wird der Gejagte wieder zum Jäger? Oder muss er sich der Übermacht geschlagen geben? Riddick__UEberleben_ist_seine_Rache_Szenenbilder_03.300dpiRIDDICK bringt (meiner Meinung nach) die beiden Handlungsstränge der beiden Vorgänger und die Lager der Fans perfekt an einen Tisch. War der erste Teil im Horror-Film-Segment angesiedelt, wollte der Nachfolger auf den opulenten Science Fiction-Zug aufspringen. RIDDICK vereint beide Teilbereiche in einem Film, führt dabei die Handlungskette des Vorgängers zufriedenstellend weiter und kehrt zurück zu den Wurzeln von PITCH BLACK. Ich hatte im Vorfeld nicht erwartet, dass Vaako und die Necromonger wieder Teil des RIDDICK-Kosmos sein könnten, zu viel Negativpresse war zu vernehmen und zu viel Zeit ging ins Land. Aber Karl Urban taucht überraschenderweise im Film auf (wie gut, dass ich im Vorfeld nicht allzu viel darüber gelesen habe), so dass dem Ausflug RIDDICK - Chroniken eines Kriegers ausreichendTribut gezollt wird. Neben den gewohnt abgefahrenen außerirdischen Kreaturen (u.a. die Mud Demons) bekommt es RIDDICK auch mit der sexy Katee Sackhoff (Battlestar Galactica) zu tun, wäre ja auch sonst langweilig, wenn nicht die Quotenfrau für etwas Wirbel sorgen würde, haha! Natürlich ist RIDDICK Männerkino und Vin Diesel ist bei weitem nicht einer der besseren Mimen, aber RIDDICK macht Spaß und die Trilogie wird zu einem würdigen Ende geführt. Und wer die Meldungen im Internet verfolgt hat, wird eventuell schon gesehen haben, dass RIDDICK doch nicht der letzte Auftritt von Diesels knallhartem Charakter gewesen zu sein scheint! Die vorliegende Blu-ray enthält neben der Kinofassung übrigens auch den Extended Cut sowie 52 min. Bonusmaterial! Film-VÖ: 14.02.2014 (Photo courtesy of Universum)