(Arctic Rodeo / Cargo) Arctic Rodeo lässt die Tiger los. Genauer gesagt erstmal eingefangen und jetzt von USA nach Germany importiert. Das neueste Signing des Hamburger Qualitätslabels lautet auf den Namen DREAMTIGERS und an diesem Freitag kommt "Wishing Well" mit Gebrüll in die Regale und Listen der Online-Shops. Und gleich vorweg: DREAMTIGERS sind nicht irgendwer, sondern die Jungs haben schon so illustre Bands wie Defeater, Daylight, Caspian, O'Brother, etc. pp. supportet oder die Bühnenbretter geteilt. Also keine unerfahrene Combo, mit der wir es hier zu tun haben. Nein, vielmehr ist hier sogar kein geringerer als Jake Woodruff (Defeater), neben Andrew Gary, Joe Longobardi (Defeater) und Mike Moschetto mit im Gehege. Allerdings ist der Sound, den wir hier in das Gehörsystem einverleibt bekommen, ein gänzlich anderer als die Hardcore-Version von Defeater. Zudem haben sich zahlreiche Gäste im Studio eingefunden, um das Debüt-Album der Jungs noch interessanter klingen zu lassen. So schauten zum Beispiel Mitglieder von Caspian, Balmorhea und Polar Bear Club vorbei, um an dem schönen Sound der DREAMTIGERS einen kleinen Beitrag zu leisten. Auf "Wishing Well" wird Neunziger-Emo mit melancholischen und Country-esken aber auch leichten Folk-Parts und einer gehörigen Portion Atmosphäre garniert. Dreamtigers_Foto_02An anderen Stellen kann man aber auch ein leichtes Brit-Pop Ambiente der älteren Schule durchschimmern sehen. Somit ist "Wishing Well" eine wirklich, auf den ersten Blick der Beschreibung, ungewöhnliche Mischung. Diese Mischung funktioniert auf den elf Songs aber hervorragend und versprüht seinen ganz eigenen Charme. Wer die Arctic Rodeo-Themen auf dem Schirm hat und auf Emo-Rock der alten Schule mit einer Prise Indie- & Folk-Rock steht, der darf hier bedenkenlos zugreifen. Aber auch sonst ist DREAMTIGERS"Wishing Well" ein empfehlenswertes Debüt-Album, welches es zu entdecken gilt. Aber es sei vorweg gesagt: das Album zündet eventuell nicht beim ersten Durchlauf, doch es wächst und hat sein ganz eigenes zeitloses Flair. Tiger können eben nicht nur brüllen, sondern auch träumen. Wishing a well listening! Anspieltipps: 'Empty Roads Pt. I', 'Never Know' & 'The Smoke And The Low' Album-VÖ: 28.02.2014 (Photo courtesy of Arctic Rodeo Records)