(Tee Pee/Soulfood) Auf den aktuellen Schwung Promos hatte ich mich besonders gefreut, wusste ich doch, dass da ein paar echte Knaller dabei sind. Dass THE SHRINE mit "Bless Off" aber so dermaßen dem Elch den Vogel raushauen, hatte ich nicht erwartet. Das Trio aus Südkalifornien hat bereits 2012 mit "Primitive Blast" sein Debüt rausgerotzt. Der Titel würde auch beim aktuellen Zweitwerk gut passen. Große Virtuosen sind THE SHRINE nämlich nicht, aber in diesem Falle heisst das nicht "leider", sondern "zum Glück". Die Band kombiniert die Härte des Skatepunk mit dem rotzigen Rock von Bands wie den MC5 und The Stooges. Garniert wird das fabelhafte Gemisch mit ein paar Spritzern des Hit-Potentials von Motörhead und Thin Lizzy. Herausgekommen sind dabei 11 Songs, die allesamt auf sensationell hohem Niveau daherkommen. "All killers, no fillers" also. Jeder Song brettert richtig los, hat Energie ohne Ende. THE SHRINE driften dabei nie in Raserei ab, bleiben immer zugänglich und catchy und reissen vielleicht auch deswegen einfach mit. Wer bei dem Eröffnungsquartett aus 'Destroyers','Worship' (Hammer Chorus), 'Tripping Corpse' (Acid-Zombies anyone?) und 'The Duke' (Lyrics von Chuck Dukowsky) nicht zumindest permanent mit dem Fuß durchwippt, sollte dringend checken ob er noch einen Puls hat. theshrine-2014Die Produktion ist roh und organisch. Die Drums hämmern unerbittlich, der Bass schiebt untenrum ohne Ende. Bei einigen Songs klingen die Gitarren etwas zu weit nach hinten gemischt, da kommt die eigentlich tolle Räumlichkeit im Sound nicht so gut rüber. Ist aber nur ein kleines Manko. "Bless Off" ist ein grandioses Album zum Autofahren, für’s Barbecue, für den Sommer. Egal ob Skaterkid, Metalhead oder Rocker, hier bekommt jeder was geboten. Also Jeansjacke an, Mittelfinger hoch und ab geht’s! Album-VÖ: 14.03.2014 (Photo courtesy of Tee Pee Records)