(Hopeless Records) Im Jahre 2001 schlossen sich vier Männer aus Utah zusammen, um eine Band zu gründen. 13 Jahre und fünf Studioalben später, erscheint heute die neue Platte von THE USED: "Imaginary Enemy". Eröffnet wird das Spektakel mit einer 'Revolution', die den Sound der folgenden zehn Songs deutlich ankündigt. Mit 'Cry' geht es gewohnt laut und energetisch weiter zu 'El-Oh-Vee-Ee', das zum Mitsingen (und wenn möglich zum Mitschreien) verleitet. Mit 'A Song To Stifle Imperial Progression' kommt die laute und aggressivere Seite von THE USED wieder zum Vorschein; natürlich fehlt es nicht an kreischenden Gitarren, oder einem ebenfalls schreienden Bert. Wenn man sich bei genauem Hinhören auf die Lyrics konzentriert, fällt 'Make Believe' besonders auf. „I was just a little kid, thought you’d teach me how to live, put my trust in you, but all I got was rules. Don’t get to tell me what to do anymore, don’t get to tell me how to live anymore“ klingt ganz nach der Erfahrung, wenn man sich gegen die eigenen Eltern durchsetzen muss, um auf eigenen Beinen zu stehen, wobei hier die Vermutung nahe liegt, dass persönliche Kindheitserinnerungen der Band verarbeitet werden. The Used Imaginary Enemy - Kane HibberdNach der 'Revolution' folgt jetzt die 'Evolution', die wieder leisere Klänge mit sich bringt, welche nur kurz durch einen stürmischen 'Imaginary Enemy' unterbrochen werden. Der 'Kenna Song' funktioniert nur mit Berts Stimme und ein paar wenigen Instrumenten, und vielleicht genau deswegen funktioniert er so gut. Die letzten beiden Songs runden "Imaginary Enemy" perfekt ab und bilden das Ende eines mehr als gelungenen Albums. THE USED liefern ein Album voller Lieder, die sofort ins Ohr gehen und eine Weile im Kopf bleiben; sie liefern alles, was man sich von ihnen gewünscht hat und sogar ein bisschen mehr. (Photo by Kane Hibberd)