(Mascot Records) Zakk Wylde strikes back! Mit dem neuen Album "Catacombs Of The Black Vatican" gibt's wieder den allseits beliebten Southern Rock mit Metal-Anleihen und dem gewissen Grunge-Touch. Zur Besprechung ziehe ich die limitierte Edition heran, die durch ihre Bonussongs einige Schwächen der "normalen" Veröffentlichung ausgleicht. Mit 'Fields Of Unforgiveness' und 'My Dying Time' startet der neueste Output des ehemaligen Ozzy Osbourne-Gitarristen phänomenal und erinnert positiv an die herausragenden Zeiten von Alice In Chains zu "Facelift" und "Dirt" Zeiten. Diese in die Länge gezogenen Vocals, die runtergestimmten Gitarren - das leicht doomige erzeugen einen Sog, von dem man sich wünscht, dass es in Endlosschleife so weitergeht. Das Solo im zweiten Drittel zu 'My Dying Time' lässt dann schonmal durchblicken, warum Zakk Wylde die Stellung eines Ausnahmekönners an seinem Instrument inne hat. Auch 'Believe' schlägt in eine ähnliche Kerbe und somit beginnt "Catacombs Of The Black Vatican" mit einem perfekten Dreigestirn des Rock - in diesem Jahr gab es meiner Meinung kaum ein Album, welches so grandios startet (egal welches Genre). Leider folgt mit 'Angel Of Mercy' ein wahrer Stimmungskiller, der noch nicht mal durch die (wieder mal) famose Gitarrenarbeit aufgewertet werden kann, da das Ganze zu cheesy und langweilig ist, um als ernstgemeinte Powerballade durchzugehen. Passiert mir nicht oft, aber der Song wird ab sofort nach der ersten Sekunde weitergeskippt. Danach folgen aber zum Glück richtige Brecher vor dem Herrn (schließlich wird in der Dankesliste God als Erstem gehuldigt) der Marke 'Heart Of Darkness' und 'Beyond The Down', welches das nachfolgende schlimme 'Scars' mehr als wett machen. Scheinbar bin ich nicht bereit für Balladen, anders kann ich mir die Aversion, die diese Stücke (v.a. auf dieser eigentlich guten Veröffentlichung) bei mir auslösen, nicht erklären. Aber auch 'Scars' und das letzte Stück (der normalen Auflage) 'Shades Of Gray' verursachen statt zurückgelehntem Genießen und Fallenlassen nur den Aufbau innerer Aggressionen. Schade, dass die langsamen Stücke das Album so zerreissen und es nicht wie aus einem Guss wirken lässt. Herr Wylde hat keine angenehme Balladen-Stimme - man muss einfach mal sagen wie es ist! BlackLabelSociety_Presse_FotoUmso bemerkenswerter sind die Tracks, auf denen hemmungslos drauf losgerockt wird, wie z.B. auch 'Damn The Flood' der schon fast Uptempo daherkommt und dieses wunderbare Stoner Rock-Feeling verströmt, welches man so oder ähnlich von Fu Manchu oder alten Truckfighters liebt. Jetzt zu den Bonussongs, die dem Album nochmal den nötigen Schub geben und überflüssiges Geplänkel vergessen lassen. Da wäre zum einen 'Dark Side Of The Sun', ein stampfender Rocker - straight vorgetragen, keine Sperenzchen. Geil! Und das auch langsame Stücke bei BLACK LABEL SOCIETY funktionieren können, zeigt 'Blind Man', welches durch den Einsatz einer Akustikgitarre enorm punktet und einen würdigen Abschluss für eine der besten Veröffentlichungen in diesem Jahr im klassischen Rockbereich bietet. Kleiner Tip am Rande: BLACK LABEL SOCIETY sind gemeinsam mit Alice in Chains und den Legenden Black Sabbath am 27.06.2014 in Essen zu bestaunen - dort kommt zusammen, was zusammen gehört! 🙂 Meine Wertung für die "normale" Version von "Catacombs Of The Black Vatican" sind 4,5 Blitze! Die limitierte im schicken DigiPack bekommt dank toller Bonussongs 5 mit Tendenz nach oben (die Zeit wird es zeigen) Album-VÖ: 04.04.2014 (Photo courtesy of Mascot Records)