(City Slang) Veränderungen gehören zum Leben und machen auch vor Musik keinen Halt. Immer wieder versuchen Bands sich neu zu erfinden und weiterzuentwickeln.Stagnieren ist das Ende. Aber wie schaffen es diese vielen kreativen Köpfen sich immer wieder zu inspirieren? Manchmal ist die Antwort genauso schlicht, wie einfach. Beim experimentieren mit anderen Instrumenten entdeckte Jenn Wasner von WYE OAK den Bass für sich und blieb dran. Um ihre neue Muse in eine perfekte Klangwelt zu betten, wird der ehemals folkige Sound gegen sphärische Synthies eingetauscht. Herausgekommen ist eine perfekte elektronische Symbiose. Eine weitere Veränderung während der Entstehung des Albums war außerdem, dass WYE OAK, die eigentlich aus Baltimore stammen, sich an zwei unterschiedlichen Orten niederließen. Somit hatten beide viel Raum für neue eigene Ideen, die lange Zeit hin und her geschickt wurden und schlussendlich auf "Shriek" wieder zusammenflossen. Aufgenommen wurde das nunmehr vierte Studioalbum im Rare Book Room in Brooklyn unter den Fittichen Nicolas Vernhes, der das Ganze co-produzierte. General_Use_1280_500pxSchon der gleichnamige Song 'Shriek' ist herausragend und man fragt sich verwundert, ob WYE OAK eigentlich je einer andere Musikrichtung gefolgt sind, so perfekt passen Synthies und die raue Stimme Wasners zusammen. Als nächstes Highlight folgt gleich darauf 'The Tower', welches von dem nicht weniger großartigen 'Glory' abgelöst wird. 'School Of Eyes' besticht dank mitreißender Drums und erlangt durch den Sound der E-Gitarre eine derbere Note. "Shriek" wirkt im Vergleich zu seinen Vorgängern weitaus stärker, beständiger und emotional tiefer. Der Schritt weg von der folkigen Gitarre hin zum sphärischen, harmonischen Elektro gelingt nahezu mühelos. Und diese Veränderung steht WYE OAK ziemlich gut. (Album-VÖ:25.04.2014) (Photo courtesy by City Slang)