(Rise Above Records) Mist, auf diese Platte hatte ich mich so gefreut und dann komme ich dermaßen spät mit dem Review um die Ecke. Mea Culpa. Für die ganz Eiligen hier schonmal das Fazit: auf jeden Fall kaufen das Teil! Warum? Weil ADMIRAL SIR CLOUDESLEY SHOVELL einfach sauguten, saudreckigen, saulauten Rock’n’Roll spielen. Mittelfinger permanent senkrecht. Im Infosheet wird die Band als "Grease Rock Bastards" bezeichnet und das trifft es genau. Schmuddelig, schraddelig, schnodderig. Auf der Landkarte lässt sich die Musik zwischen frühen Motörhead, Thin Lizzy und Sir Lord Baltimore (die vermutlich als Inspiration für den Namen dienten) verorten. Treibender, lauter Rock, dem ein gewisse Sympathie für den Punk anzumerken ist, ohne jedoch jemals die Genre-Grenze zu überqueren. Tief verwurzelt in den 70ern, Modernität nur ein Fremdwort aus dem Lexikon. Ester Segarra"Check’em Before You Wreck’em" ist bereits das zweite Album von ADMIRAL SIR CLOUDESLEY SHOVELL für Rise Above. Für den brettharten Vorgänger "Don’t Hear It … Fear It" schlugen der Band nicht nur Wogen der Liebe entgegen. Zu bretterig, zu verzerrt, zu schnodderig hieß es in einigen Reviews. Schön zu sehen, dass sich die Band davon nicht beirren ließ und keine großartige Kurskorrektur in Sachen Sound vorgenommen hat. "Check’em Before You Wreck’em" ist pures Gift für Hifi-Enthusiasten oder Feingeister. Wenn Musik riechen würde, hier wäre es eine Mischung aus Bier, Benzin und Erbrochenem (s. auch das Video zu 'The Thicker The Better'). Trotzdem und gerade deswegen macht "Check’em Before You Wreck’em" so viel Spass. Wer Nachschub zur letzten The Shrine-LP benötigt, bekommt hier die nächste Dosis. Album-VÖ: 31.03.2014 (Photo courtesy of Rise Above Records)