(Nuclear Blast) Die Art und Weise wie das Debüt von KILLER BE KILLED enstanden ist, hört man dem Album deutlich an: Hier wurde gejammt und im Bandraum geschwitzt bis zum Umfallen und keine Soundfiles per PC verschickt, die anschließend im stillen Kämmerlein zusammen gebastelt wurden. Herausgekommen ist eine wunderbare Melange aus purem Metal, räudigem Hardcore und aufwühlendem Punk. Die Basis-Tracks enstanden 2012 als die Freunde Max Cavalera (Soulfly, Cavalera Conspiracy) und Greg Puciato (The Dillinger Escape Plan) in der Abgeschiedenheit der Wüste eine dreitägige Marathon-Session absolvierten. Während der überaus kreativen Zusammenarbeit entstand ein Dutzend Demos. Die Rohentwürfe wurden schön simpel und authentisch mit demselben vierspurigen Aufnahmegerät festgehalten, welches Max auch zur Zeit der Arbeit an Sepulturas "Chaos A.D." benutzte. In einem kleinen Proberaum in Orange County traf man sich Anfang 2013 mit den weiteren Wunschkanidaten der Band: Schlagzeuger Dave Elitch (ex-The Mars Volta) und Bassist/Sänger Troy Sanders (Mastodon). Während diverser Treffen feilten die Vier weiter an den Stücken, um sie schließlich "unter" den geübten Ohren von Produzent Josh Wilbur (Lamb Of God, Gojira) auf Tape zu bannen. Cavalera, Sanders und Puciato teilen sich den Gesang und die drei sprudeln vor Spielfreude nur so über. Die Kollaboration ist einzigartig und nicht die bloße hörbare Mischung der Hauptbands der Mitglieder, wie viele vermuten. Die abwechslungsreiche Mixtur aus harten, schnellen und melodischen Songs deckt ein viel größeres Spektrum ab,  ist zudem wirklich einzigartig. Kein Song gleicht dem anderen. Allein die drastisch unterschiedlichen Gesänge von PuciatoCavalera und Sanders eröffnen eine ungeahnte Spannbreite, die von mitreißender Brutalität bishin zu eingängigen Hooks alles zu bieten hat, was man sich als Freund harter Klänge wünscht. Musikalich steht des Bandgerüst auf aggressiven Riffs, brutalem Drumming und puckernden Bassläufen. KillerBeKilled2014-by Glen La FermanUm den Sound des Quartetts zu beschreiben, stelle man sich die raue Aggressivität der frühen Sepultura vor, vermenge dies mit den progressiven Anleihen von Mastodon und kombiniert dies mit der fiesen Dissonanz von The Dillinger Escape Plan und multipliziere das Ganze mit der Energie von Nailbomb. Zusammengehalten werden die treibenden Stücke von einem meisterlich präzisem Power-Schlagzeugspiel eines Weltklasse-Drummers. Die Bandchemie ist deutlich spürbar und das Ergebnis übertrifft die Erwartungen des Verfassers dieser Zeilen deutlich. Schön, dass die kollektive Energie von KILLER BE KILLED in packende Songs kanalisiert werden konnte, deren Refrains sich zum Großteil in den Hörwindungen des Hörers festkrallen. Ich für meinen Teil freue mich schon wie wahnsinnig auf die Live-Umsetzung. Bis dahin läuft die Platte auf Heavy Rotation! Album-VÖ: 09.05.2014 (Photo by Glen La Ferman)