(Pandastorm Pictures) Willkommen zurück in der Kategorie "Geschmacksverirrungen" oder "Wie kommen eigentlich solche Pressezitate zustande"! THE BORDERLANDS zieren mit seinem sehr stylishen Cover noch folgende Auszeichnungen: "Der beste Found Footage Horror des Jahrzents" (Fangoria) plus 4 verschiedene Sterne-Anzahlen bis max. 5 (Was ist da die Höchstnote? 20?) und auf der Rückseite des O-Card-Schubers "Ein Meilenstein des britischen Horrorfilms" (Seat At The Back). Dementsprechend erwartungsvoll geht man da natürlich an die Materie heran. Bei Psycho-Horror bin ich eher zart besaitet, THE BORDERLANDS konnte mir allerdings nur 1 x ein müdes Arschrunzeln entlocken. Zur Story (und da nehme ich einfach mal den Pressetext, um mir nicht selbst was aus den Fingern saugen zu müssen): Eine alte, abgelegene Kirche in der englischen Provinz: Bei der Taufe eines Babys kommt es zu mysteriösen Zwischenfällen, die die Gemeinde verängstigen. Der Vatikan schickt ein Ermittlerteam. Die Gruppe um Pater Amidon soll untersuchen, ob es sich hierbei um paranormale Ereignisse handelt. Zunächst verdächtigen die Ermittler den psychisch kranken Pfarrer, die Vorfälle zu inszenieren. Doch dann treffen sie auf das unvorstellbare Böse, das in den Eingeweiden der Kirche erwacht ist und alles in den Wahnsinn reißt, was sich ihm entgegenstellt. Ein höllisches Inferno bricht los... borderlands_szenenbild_02D'accord bis auf die letzten zwei Sätze. Die Story ist nicht schlecht, allerdings werden einige Handlungsstränge nicht fortgeführt / erklärt. Man muss noch zum Verständnis sagen, dass die drei Hauptcharaktere mit Kopfkameras ausgerüstet sind und der Technik-Freak die Kirche und die Wohnung, in der man während der Untersuchung untergekommen ist, komplett mit Wand-/Deckenkameras ausstaffiert hat. So wird dann nämlich (recht innovativ) der Found Footage-Look erschaffen. Aber leider hapert es am Drehbuch. Das brennende Schaf wird nicht erklärt, die Konfrontation mit einigen Jugendlichen und den Ansässigen im Dorf-Pub nicht weiter verfolgt, der ewige Zwist zwischen den beiden Priestern (wobei man zu Deacon, im Bild rechts, schon am ehesten Sympathien aufbaut) nervt nur. Die Diaologe sind platt, was wohl auch an der Synchro liegt, die 2-3 "Schocksequenzen" mager und die "gefundenen" Aufnahmen teilweise so billig überlagert, als würde sie ein 3-Jähriger mit Filzmalern verschönern und anschließend zu einem Daumenkino zusammenkleistern. Wie schon gesagt, die Story gibt was her, aber leider hat man das mit den Klischee-Charakteren und den Parallelhandlungen versaut. Hier wäre ganz klar mehr drin gewesen, THE BORDERLANDS hätte mit seinem Ende sogar das Zeug zu einem zweiten Teil, denn eine Erklärung liefert der Film nicht, sondern man muss eher interpretieren. Nichts schlimmes, aber angesichts der Qualität des Streifens hält diese Interpretations-Phase höchstens eine Pinkelpausen-Länge an! DVD/BD-VÖ: 15.04.2014