(Nuclear Blast) "We turned the hate into something that we love." shoutet Freddy im Titelsong 'Hardcore Lives'. Sollte jemand fragen, ob die Welt anno 2014 noch ein weiteres (das achte) MADBALL-Album benötigt, dann lautet die Antwort ganz klar "ja". Weil sie authentisch sind, lieben was sie tun, Trends ignorieren und Hardcore wieder auf den Erdboden zurückholen. Wegen solcher Textzeilen eben. Danke dafür. Experimente sucht man in den 14 Songs plus Intro auf "Hardcore Lives" natürlich vergebens. NYHC, mal schneller, mal im mitwipp-kompatiblem Midtempo. Beim 'Doc Martens Stomp' wird es kurz etwas poppiger, das war es aber auch schon. Macht aber nix, denn MADBALL sind einfach zu gut in dem, was sie tun und das ist eben schnörkelloser Hardcore aus dem Big Apple. Features sind natürlich auch am Start. Bei 'True School' hilft Terror's Scott Vogel aus, bei 'My Armor' ist Toby von H2O mit am Start und bei dem unglaublich harten 'Born Strong' gibt es Gastvocals von Candace von Walls Of Jericho. Madball2014f-by SpongeKlar: irgendwie alles schonmal gehört, alles schonmal dagewesen. Und trotzdem ist "Hardcore Lives" ein Top-Album geworden. Warum krampfhaft versuchen, etwas anderes zu machen, wenn man doch bereits etwas gefunden hat, das man in Perfektion beherrscht. Wer bisher nichts mit MADBALL anfangen konnte, wird sie auch auf "Hardcore Lives" nicht lieben lernen. Fans von Klassikern wie "Demonstrating My Style" müssen auf jeden Fall zugreifen. Album-VÖ: 27.06.2014 (Photo by Sponge)