(Relapse Records) Hardcore und Wrestling? Da war doch mal was. Ach, Bad Luck 13. Im Gegensatz zu den Backstreet-Brawlern aus Philly ist bei ULTRAMANTIS BLACK allerdings ein Profi am Mic. Der namensgebende Ultramantis Black ist professioneller Wrestler und Kommentator. Mit Verstärkung der Jungs von Pissed Jeans haut der vegane Athlet nun eine ebenfalls nach ihm betitelte EP raus. Diese ganze Wrestler-Geschichte wäre mir eigentlich schon zu viel Gimmick. Im Falle ULTRAMANTIS BLACK mache ich jedoch gern eine Ausnahme. Sauangepisster, unmoderner Hardcore im Stil von The Swarm, Bloodpact oder 97a ist einfach ein zu gutes Argument für die Band. ULTRAMANTIS BLACK balancieren auf der schmalen Grenze zwischen pfeilschnellem hysterischen Hardcore und chaotischem Powerviolence, streuen immer wieder dissonante Riffs ein und hier und da auch mal ein Sample. Die Lyrics sind sehr zivilisationskritisch und legen den Fokus auf die Ausbeutung der Umwelt durch den Menschen und die Entfremdung von der Natur. Stark. 140711-UltramantisBlackULTRAMANTIS BLACK legen ein vielversprechendes Debüt vor. Die knappe Spieldauer der EP sehe ich bei dieser Art Musik eher als Vorteil. 40 Minuten hält man auf diesem Intensitätslevel ohnehin nicht durch. Bleibt zu hoffen, dass die EP kein One-Shot bleibt. Album-VÖ: 07.07.2014 (Photo courtesy of Relapse Records)