(Pavement / Soulfood) Die Crossover-Rap-Rock-Band (HED) P.E., die sich 1994 im kalifornischen Huntington Beach zusammenfand, feiert dieses Jahr ihr 20 (!) jähriges Bestehen. Sänger Jahred sammelte damals Mitstreiter um sich, um seine Vision einer Fusion zwischen Hip Hop und harter Gitarrenmusik umzusetzen. Anders als andere Rap-Rock-Kapellen veröffentlichen (HED) P.E. seitdem immer wieder Alben, die sich vom Vorgänger abhoben. Das 2000er Album "Broke" verhalf der Band dank einiger guten Singles zum Durchbruch und der 2003er Nachfolger "Blackout" wurde zum erfolgreichsten der Bandgeschichte. Auf "Blackout" regierte die Melodie und feiner, in die Tanzbeine gehender, Groove. Frontmann Jahred sang ganz banddienlich und präsentierte eher gehaltlose Texte. Obwohl das alles auf Druck der Plattenfirma geschah, war das Resultat überaus hörenswert. Das sah die Band aber ganz anders und nachdem (HED) P.E. ihr Label aufgrund musikalischer Differenzen verließen, wurden die Lyrics politischer und die Musik sperriger, hinfort war die einstige schöne Eingängigkeit. Der Fortschritt kostete die Band allerdings auch einige Fans, die mit der neuen ehrlichen Marschrichtung immer weniger anfangen konnten. Dessen zum Trotz veröffentlichten (HED) P.E. stetig weiter Platten und gingen auf Tour und die Fanbase wuchs erneut in kleinen Schritten. Die Unabhängigkeit der Band wurde zum Markenzeichen. Diese kontinuierliche Weiterentwicklung fußt nun im neusten Streich namens "Evolution", der allerdings musikalisch eher ein Schritt zurück ist zu den Metal Underground-Roots. Doch das ist gut so! Man hört Verweise auf Black Sabbath ('No Turning Back', 'Jump The Fence', 'Let It Rain') oder Led Zeppelin ('2 Many Games') bis hin zu reinrassigen Reggae-Tunes (das Abschluss-Trio). Hed PE 4c 1Es ist schon beeindruckend, wie konsequent (HED) P.E. ihr Ding durchziehen. Sie spielen zu keinem Zeitpunkt auf Sicherheit, besitzen eine große Bandbreite, sind neuen Ideen gegenüber offen und haben doch immer noch ein Gespür für gute Hooklines ('Never Alone'). All das macht "Evolution" zu einer der besten Platten der Bandgeschichte! Die letzten Alben besaßen nicht die Abwechslung wie der neuste Streich, der jeden Fan von Limp Bizkit, Korn oder P.O.D. mitreißen sollte! Die Rhythmusgruppe ist tight, die Riffs schwer und Jahreds Gesang so abwechslungsreich wie nie - die besten Voraussetzungen also, richtig durchzustarten! Man kann es der beständig rockenden Truppe nur wünschen! Album-VÖ: 25.07.2014 (Photo courtesy of Pavement)