(Metal Blade /Sony Music) Wie ein Phönix aus der Asche kehren die verbliebenen Mitglieder von As I Lay Dying aus der Versenkung zurück! Ähnlich wie bei den Lostprophets stürzten die Untaten des Leadsängers die Band in eine tiefe (Sinn)Krise! Die Briten haben sich mit No Devotion neu erfunden und auch WOVENWAR wollen die Tragödie musikalisch hinter sich lassen und ein neues Kapitel aufschlagen! Nick Hipa (Gitarre), Phil Sgrosso (Gitarre), Josh Gilbert (Bass, Gesang) und Jordan Mancino (Schlagzeug) taten das einzig Richtige und beendeten die As I Lay Dying-Periode, trotz eines fulminanten Backkatalogs, um das Makel, dass durch Tim Lambesis auf ihnen lag, abzustreifen. Den Kopf in den Sand zu stecken, war keine Option und so kontaktierte Nick nach der Bandauflösung seinen Jugendfreund Shane Blay von Oh, Sleeper und zusammen schrieb man erste Songs. Beim Komponieren wurde dann aber recht schnell immer klarer, wie gut die Zusammenarbeit funktionierte und alles zu mehr als nur einem Projekt bestimmt war. Alsbald beschloss man daher, dauerhaft gemeinsame Sache zu machen. Etwa ein Jahr haben WOVENWAR an den Songs ihres Debüts gearbeitet und das Ergebnis begeistert. Unter den Fittichen von Produzenten-Legende Bill Stevenson (Descendents, Black Flag), der auch schon As I Lay Dying's "Awakened" produzierte, wurde in bester Stimmung aufgenommen (was die unterhaltsamen Web-Videos belegen) und Sound-Ikone Colin Richardson (Slipknot, Machine Head, Trivium) sorgte anschließend für einen amtlichen Mix. Der Sound von WOVENWAR ist dem von As I Lay Dying nicht unähnlich, aber er besitzt viel mehr Höhen und Tiefen. Das Debüt ist wunderbar dynamisch, der Gesang durchgängig melodisch und dank hardrockiger Anleihen betritt man auch zugleich völliges Neuland, was die Sache umso spannender macht! Shanes Stimme kann sich in den Liedern wunderbar entfalten. Die Band benutzt unterschiedliche Gitarrenklänge und -stimmungen, wodurch die Stücke trotz perfektem Sound lebendig klingen. Dank der tollen Melodieführungen bleibt das Songmaterial stets mitreißend Mit 'Father_Son' geht man sogar das Wagnis einer Ballade ein, etwas das man bei As I Lay Dying nie hätte umsetzen können. Wovenwar-MainGroupShot_01_by Ty WatkinsDie erste Single 'All Rise' gibt schon ein gutes Bild davon ab, wie WOVENWAR klingen, aber die Summe ist mehr als ihre Teilchen. Klar, das präzises Riffing zieht sich durch die meisten Stücke aber Shanes einzigartiger Gesang ist das ultimative Sahnehäubchen und er schüttelt auf Albumlänge einen gewaltigen Refrain nach dem anderen aus dem Ärmel. Dank flammender Instrumental-Leistung steht auch der Hörer schnell in Flammen. Textlich wird das Geschehen der letzten Jahre reflektiert und Hoffung auf die Zukunft gelegt. Diese Einstellung macht auch anderen Mut! Die Zeilen gehen nahe und bilden mit der stimmungsvollen "Untermalung"/Instrumentierung eine perfekte Symbiose. Die dreizehn vertretenen Songs haben keinen einzigen Hänger. Aufgrund des ständigen emotionalen Auf und Abs macht die Platte auf ganzer Länge Spaß bis zum abschließenden 'Prophets', dass balladesk beginnt und sich sich dann dramatisch hochschraubt. Die vielen Höhepunkte der Scheibe lassen beim Konsumieren ein wahres Dauergrinsen entstehen! Durch den Entstehungsprozess des Albums konnte die Band eine Menge verarbeiten und macht hörbar klar, dass aus Unglück etwas Gutes erwachsen kann. Es musste weitergehen, doch die Erwartungen wurden mit diesem eindrucksvollen Debüt bei weitem übertroffen! Album-VÖ: 01.08.2014 (Photo by Ty Watkins)