(Hells Headbangers) Jaaaaa, da sind sie wieder, die Roadwarriors um ihren Anführer Deathlörd Astwülf. Nach der 2010er Langrille "Time To Face Your Doomsday" kletterten die Italiener nur kurz aus dem Atomschutzbunker, um den V8 aufzutanken und zeigen nun mit "Future Decay" der preapokalyptischen Menschheit erneut, wie es nach dem großen Knall so zugehen wird. Name und Image lassen natürlich sofort an die gottgleichen Carnivore denken. CHILDREN OF TECHNOLOGY verarbeiten allerdings deutlich mehr D-Beat und Punk-Einflüsse in ihrer Musik, als die Casket Crew. Der Genrename "Metalpunk" passt hier perfekt. Früher hätte man vielleicht auch Crossover gesagt. Textlich wird wie schon auf "Time To Face Your Doomsday" eisenhart die Mad-Max-Schiene gefahren. Benzin, Staub fressen und der postnukleare Sonnenuntergang Schön.

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Man sieht: eigentlich kommt bei CHILDREN OF TECHNOLOGY nur erstklassiger Treibstoff in den Tank. So richtig durchstarten will "Future Decay" aber leider nicht. Zum einen ist Deathlörd Astwülf’s Gesang  nicht wirklich mitreissend und viel zu eintönig. Zum anderen sind auch die Riffs eher Diesel denn SuperPlus, die Songs gleichen sich stark und wirkliche Highlights sind nicht auszumachen. Da hilft auch der schicke Endschalldämpfer a.k.a. die krachige Produktion nicht weiter. Sieht aus wie ein 69er-Charger, fährt aber wie ein Golf III. Schade. Album-VÖ: 19. 8. 2014 (Photo courtesy of Hells Headbangers)