(Moribund) Vom schwarzweissen Cover schaut grimmig eine geflügelte Kapuzengestalt mit Kettensäge im Anschlag, im Infoblatt werden Beherit, Von und Sarcofago als musikalische Inspirationsquellen genannt. Es dürfte also klar sein, dass PROVOCATOR räudigsten Black Metal der allerbestialischsten Sorte spielen. Bzw. spielt, denn bei PROVOCATOR handelt es sich um das Solo-Projekt von Hellscream, sonst in Diensten von Bleeding Fist. Der gute Mann prügelt sich auf "Antikristus" durch sieben Songs plus Intro. Titel wie 'Unholy Rape Of The Holy Whore', 'Conqueror Of Blasphemous Revenge' oder 'Profanation Of The Cross' hätten auch Profanatica nicht schöner dichten können. Und auch was die Primitivität der Kompositionen und die Rohheit des Sounds angeht, können die Amerikaner gut als Orientierungshilfe dienen. 140821-Provocator Das zum Bestial-Black-Death keine Hochglanzproduktion passt versteht sich ja von selbst, PROVOCATOR schiessen allerdings weit über das Ziel hinaus. Der Drumcomputer rumpelt mit den stets gleichen Pattern vor sich hin, die Gitarren klingt wie direkt in die Soundkarte gespielt und auch die Vocals kommen recht kraftlos daher. Das Hellscream versteht, rasenden und hasserfüllten Metal der schwärzesten Sorte zu produzieren, hat er mit Bleeding Fist ja schon gezeigt. "Antikristus" ist leider ein ziemlicher Griff ins Klo. Album-VÖ: 19. 8. 2014 (Photo courtesy of Moribund)