(Hassle Rcords) Beständigkeit und Zusammenhalt, das sind die auf dem ersten Blick hervorstechendsten Eigenschaften dieser Band, die selbst ihre größten Kritiker THOUSAND FOOT KRUTCH zugestehen müssen angesichts 17 Jahren im Business, 11 Alben und 13 Jahre in gleicher Besetzung!!! So etwas hätten sich die Kindheitsfreunde Trevor McNevan (Gesang und Gitarre) und Joel Bruyere (Bass) 1997 wohl kaum erhoffen bzw. bestimmt nicht vorstellen können als sie zusammen mit Schlagzeuger Steve Augustine die Band in Peterborough (Ontario) ins Leben riefen. Das Debüt der christlichen Band "That’s What People Do" wurde noch in Eigenregie aufgenommen, veröffentlicht und vertrieben. 2000 folgte dann der erste Plattenvertrag und ein Jahr später das "Werk Set It Off", dass noch sehr Nu Metal-lastig ausfiel und sich vor damaligen Szenegrößen wie Limp Bizkit tief verbeugte. Mit dem Wechsel 2003 zu Tooth & Nail Records wurde der Sound von Veröffentlichung zu Veröffentlichung deutlich rockiger. 2010 wurde der zweite Gitarrist Nick Baumhardt durch Ty Dietzler ersetzt. Mit dem letzten Werk "The End Where We Begin" beschritt man neue Wege. Durch Fundraising entstand eine Independent Platte ohne Kompromisse, die wieder etwas mehr Hip Hop-Anleihen bot. Dieser Kurs wird auch auf dem neusten Streich konsequent fortgeführt, mit dem Unterschied, dass sich die Band diesmal noch stiloffener präsentiert. Zudem hat Frontmann Trevor McNevan hörbar an seiner Stimme gearbeitet. Sein gesteigerter Stimmumfang ist nicht nur beachtlich, sondern ermöglicht ein breites Spektrum an Songstrukturen. Der Sänger fühlt sich hörbar sowohl in den härten Songs zu Hause, überzeugt in den spärlichen Rap-Einlangen genauso wie in den ab der Hälfte zunehmenden Balladen. Die erste, raue Hälfte der Platte bietet viel Futter für Modern Rocker aber auch Raprocker, so erinnert beispielsweise 'Untraveled Road' in der Strophe stark an Linkin Park. TFK Press PhotoKaum zu glauben wie fett und gleichzeitig transparent die selbstproduzierte Platte klingt. Doch Mr. McNevan hatte auch wieder einmal Hilfe vom Langzeitfreund und Bandbegleiter Aaron Sprinkle. Wie groß dessen Anteil an dem Longplayer ist, weiß man nicht aber mich als Rocker stört doch etwas die zweite Albumhälfte, die nur noch auf ruhige Radio-Nummern setzt. Ja, die Songs sind alle gut gemacht, Trevor zieht alle Register und die Arrangements sind, Gott sei Dank (hehe!), keine 08/15 Nickelback-Massenware. Trotzdem geht die Dynamik und Stimmung in den Keller. Aber angesichts der dargebotenen Qualität kann man/ich einfach nicht weniger als 5 Blitze vergeben. Ja, ich bin doch tief im Herzen ab und zu ein Softie! Doch habe ich mich auch schon dabei erwischt, die ersten fünf Kracher auf Repeat gestellt zu haben… Album-VÖ: 29.08.2014 (Photo courtesy of Hassle Records)