(Last Bullet/Soulfood) Der schwedische Vierer ist zurück – und wie! Auch auf ihrem dritten Album türmen die Skandinavier die Gitarrenwände zu einem wahren Hochgebirge. Und ich bin mir sicher, der kommerzielle Durchbruch wird den Jungs mit "Face" nun endgültig gelingen. Ein Blick auf die Liste der Bands, welche THE DURANGO RIOT bisher supporten durften, macht einem schnell klar, dass die Jungs bisher ausreichend Gelegenheit hatten, sich eine gewisse Fanbase zu erspielen. Schließlich spielen Social Distortion, Die Toten Hosen, Billy Talent, The Offspring, Danko Jones, Kraftklub oder die Donots nicht mehr in den kleinsten Hallen des Landes. Auch von den Besuchern der Festivals Hurricane/Southside 2014 oder dem Open Flair 2013 hat man nur "Gutes" gehört, wenn man nach den Livequalitäten der jungen Schweden fragte. Und auch das dritte Album "Face" kann einiges, setzt es erneut auf die bewährte Mixtur an Rocksound a la Queens Of The Stone Age und The Hives. Ein sattes Dutzend, durchweg euphorische Tracks liefern die Jungs um Sänger Fred Andersson auf "Face". Zu Beginn gibt es den Titeltrack, welchen man glatt als einen gelungeneren Kings Of Leon-Track verkaufen könnte. 'Zac The Salvationist' versprüht einen ganz ähnlichen Charme und der schmutzige Bluesrocker 'Paranoia's Rock' stellt eine gute Wahl als erste Singleauskopplung dar. So hört sich ein Dancfloorfiller in der Indiedisco an. The Durango Riot'Heavy Love' und 'Is It Enough?' geben einem die Möglichkeit zum Durchschnaufen. Mit 'Marquee Days' beweisen die Schweden, dass sie auch Balladen können, bevor sie mit 'Ready Are The Headless' wieder etwas mehr Fahrt aufnehmen und die zweite Albumhälfte einläuten. Und auch hier lassen die Jungs keine Langeweile aufkommen. Es bleibt abwechslungsreich, man bedient sich abwechselnd beim Sound der Hives ('Evil Expressions'), der Queens Of The Stone Age ('Her War Is Mine') oder auch bei den Soundtrack Of Our Lives ('Fuzzy Friends'), ist aber immer um die gewisse eigene Note bemüht – und das gelingt. Es fehlt diesem Album an keiner Stelle an Rhythmus und Energie, ist mal Rock, mal Punk, mal Hardrock. Nach einigen Hördurchgängen bin ich mir sicher, diese Band wird bald ihre eigenen erfolgreichen Headlinertourneen durch Europa absolvieren und auch ihre Slots auf den hiesigen Festivals werden sich schon bald in die frühen Abendstunden verlagern. Album-VÖ: 29.08.2014 (Photo by Simon Annsofidotter)