(Redfield Records) TEXAS IN JULY haben bereits mit der Veröffentlichung ihres Debütalbums "I Am" im Jahr 2009 auf sich aufmerksam gemacht und wurden von vielen mit dem „Talentiert-Stempel“ versehen. Auf diesen Vorschusslorbeeren hat sich die Metalcore-Band aus Ephrata im US-Bundesstaat Pennsylvania (Nein, nicht Texas...!) keinesfalls ausgeruht. Mit "One Reality" (erschienen in 2011) und "Texas In July" (2012) schaffte es das damalige Quintett, sich weiter zu etablieren. Hinzu kamen Touren mit Genre Größen wie Of Mice & Men, August Burns Red, We Came As Romans und The Devil Wears Prada (u.a.). Diese ausgedehnten Touren führten TEXAS IN JULY  im letzten Jahr zu einem Scheidepunkt. Sowohl Sänger Alex Good als auch Gitarrist Christian Royer schworen dem kräftezehrenden Tourleben ab und verließen die Band. Dieser Umstand stellte die verbliebenen Bandmitglieder Chris Davis (Gitarre), Ben Witkowski (Bass) und Adam Gray (Drums) vor eine Zerreißprobe und schweißte die drei noch weiter zusammen. Mit dem Shouter J.T. Carvey, einem Fan der Band, fand man einen ebenbürtigen Ersatz am Mikro und nach einigen Touren mit dem neuen Lineup begaben sich TEXAS IN JULY im Januar 2014 zu viert ins Studio. Inzwischen wurde bekanntgegeben, dass Cam Welsh (Gitarre) als fünftes Mitglied in die Band integriert wurde. Mit "Bloodwork" begeben sich TEXAS IN JULY, wer hätte es gedacht, erneut in raue Metalcore-Gefilde. Gitarrist Chris Davis gibt zum neuen Album folgendes Statement ab: „Ich denke, dass dieses Album unsere extremsten Seiten zeigt. Es hält sowohl unsere härtesten und aggressivsten Momente bis dato bereit, als auch unsere melodiösesten und ruhigsten Passagen. Es ging einzig und allein darum, unsere Grenzen auszutesten.“ In der Info von Redfield Records wird "Bloodwork" wie folgt beschreiben: „Intensiv. Schnell. Komplex. Stark. Laut. Technisch. Leidenschaftlich. Aggressiv.“ Und ich muss sagen, dass diese Adjektive überaus treffend sind. Bereits der Opener 'Broken Soul', der ja auch schon online veröffentlicht wurde, zeigt wo die Reise hingeht. TEXAS IN JULY liefern schnellen Metalcore auf einem technisch hohen Niveau. Stätige Rhythmikwechsel, hohe Dynamik und eine enorme Spielfreude ziehen sich dabei  wie ein roter Faden durch das gesamte Album. Wie auch bei den vorangegangenen Scheiben der Band ist die Leadgitarre ein bestimmendes Element von "Bloodwork" und Chris Davis beweist, dass er nicht zu unrecht als sehr talentiert bezeichnet wird. TIJ_live_2014_by_Alejandro-ZapataIn 'Sweetest Poison' gibt es den ersten cleanen Gesang der Bandgeschichte und J.T. Carvey kann gegenüber Alex Good mit einer deutlich größeren Stimmvielfalt auftrumpfen.  In 'The Void' gibt es einen Gastauftritt des Miss May I-Frontmanns Levi Benton. Etwas aus der Reihe fällt 'Decamilli', da es sich hierbei um einen reinen instrumentalen Song handelt. Die einzelnen Instrumente werden innerhalb des Songs kurzzeitig hervorgehoben, sodass jedes Bandmitglied sein Können unter Beweis stellen kann. Mit "Bloodwork" schaffen es TEXAS IN JULY, aus dem Schatten von Bands wie August Burns Red, als deren kleinere Brüder sie häufig bezeichnet wurden, hervor zu kommen. Die Änderungen im Lineup haben sich musikalisch keineswegs negativ ausgewirkt, sondern haben die Band sogar ein weiteres Stück vorangebracht. Wer jetzt aber erwartet, dass TEXAS IN JULY das Metalcore-Genre neu erfunden haben, den muss ich leider enttäuschen. "Bloodwork" ist zwar ein gutes Album und die Band spielt auf einem technisch hohen Niveau. Trotzdem hatte ich immer wieder das Gefühl, alles irgendwie schon einmal gehört zu haben. Daher bekommt die Scheibe von mir 4 "Blitze" mit der Tendenz nach oben. Album-VÖ: 19.09.2014 (Photo by Alejandro Zapata)