(Pelagic Records) Drei Alben in vier Jahren. EARTHSHIP mögen ja langsame Musik spielen, aber bei der Veröffentlichungspolitik gilt offenbar "pedal to the metal". Mit "Withered" heben die Berliner nun das verflixte dritte Album aus dem Stahlbad. "Make it or break it" also (ja ja, ich hau die Floskeln raus wie nix). Mutig, dabei dermaßen experimentell vorzugehen, wie EARTHSHIP. Die Eckdaten des Sounds sollten ja von den beiden Vorgängern bekannt sein: mächtige Riffs, Doom, Sludge, eine Prise Rock. Alles in Größe XXL. Auf "Withered" experimentieren EARTHSHIP nun mit klar gesungenen Vocals und einigen Metal-Einschüben, die direkt aus dem Sunlight Studio stammen könnten. Das Album beginnt dabei recht unspektakulär und nach den ersten drei Songs stellte ich mich schon mental darauf ein, dass das wohl eher ein Schuss in den Ofen wird. Bei 'Dead Faint' war mir das Eröffnungsriff noch eindeutig zu poppig, doch mit 'Throne Of Bones' reissen EARTHSHIP dann das Rude rum. Geiler Psych-Touch mit leichter Progkante. 'Veil Of Gloom' kommt direkt aus den schwedischen Wäldern und 'Lament Of Torment' erinnert mich an einen Mix aus Down und Alice In Chains. Totaler Gewinner also. earthship2_webIch halte also mal fest: "Withered" wächst zum Ende hin ganz gewaltig. Für den etwas lauen Einstieg gibt es 1.5 Punkte Abzug, ansonsten sind EARTHSHIP auf einem guten Kurs. Album Nummer vier kann kommen. Album-VÖ: 15.09.2014 (Photo courtesy of Pelagic Records)