(Witchfinder Records/Spinefarm) Sie sind wieder da: die bösartigste, schwerste, dreckigste, düsterste, härteste, teuflischste Rockband der Welt. ELECTRIC f*ckin‘ WIZARD. Vier Jahre sind seit dem letzten Album "Black Masses" ins Land gegangen, zwei seit der 'Legalise Drugs And Murder'-Single. Aber gut, dass Jus und Liz sich so viel Zeit genommen haben, dass sie Drummer Mark Greening zurückgeholt haben und dass sie mit Basser Clayton Burgess das Lineup komplettiert haben. Denn "Time To Die" ist ein Monster-Album geworden. "Black Masses" war ja noch schwer Psychedelic-beeinflusst, das Songwriting auf Dauer etwas eintönig. "Time To Die" ist die Rückkehr zu alter Stärke. Der Hass und die Aggression von "Dopethrone" treffen auf die Catchiness und das erstklassige Songwriting von "Witchcult Today". Die Essenz meiner beiden Lieblingsalben der Band manifestiert sich in "Time To Die". Der Titeltrack, 'Funeral Of Your Mind' und 'We Love The Dead' sind klassische ELECTRIC WIZARD-Songs. Simpler, harter Rock’n’Roll, düster und teuflich bis in Mark, schwer groovend, etwas psychedelisch angehaucht und schlicht und einfach großartig. Selbst die Vorab-Single 'I Am Nothing', von der ich wenig beeindruckt war, blüht im Rahmen des Album richtiggehend auf. bzw. welkt dahin. 140929-electricwizardGroße Experimente wurden zum Glück nicht gewagt. Die Produktion ist wieder mal herrlich analog und dumpf, vollkommen verstaubt und unterstützt den obskuren Charakter der Musik perfekt. Sofort hat man Bilder von schwarzen Messen sowie Biker- und Schmuddel-B-Movies der 60iger und 70iger im Kopf. Als kleine Neuerung kommt hier und da eine Hammond-Orgel zum Einsatz. Naheliegend eigentlich und verblüffend, dass die Band nicht schon vorher damit experimentiert hat. Eine Meditation über den Tod, so hat Jus das Album beschrieben. Und damit auch über Wiedergeburt. ELECTRIC WIZARD kehren wie der oft beschworene Phoenix zurück. "Time To Die" ist allerbestes "Album des Jahres"-Material. The WIZARD haut euch das dritte Auge blau. Preiset den Leibhaftigen. Album-VÖ: 29.09.2014 (Photo courtesy of Witchfinder Records)