(Century Media) Ein bisserl mit Verspätung kommt das Review zum neuen SICK OF IT ALL-Rundumschlag "Last Act Of Defiance". Vermutlich mussten wir einfach nur etwas länger nach Luft schnappen, nachdem die 14 Knaller über uns weggeballert waren. Keine Frage, SOIA sind die Bad Religion/Motörhead/AC/DC des Hardcore. Uralt, Gründungsväter ihrer jeweiligen Stilrichtung - und wenn ein neues Album erscheint, erwarten alle DEN SOIA-Sound und keine Experimente. Der Opener 'Sound The Alarm' macht gleich klar: es gibt nichts zu befürchten. Man könnte es Stagnation nennen, aber das wäre falsch, es gibt einfach die Bands, die stoisch wie ein Ozeantanker nach vorne pflügen, und in ihrer Art immer wieder gut sind. Im Falle der vier New Yorker heißt das, dass sie auch nach über 25 Jahren, zig Alben und gefühlten Millionen von Shows nichts, aber auch gar nichts von ihrer Energie eingebüsst haben. Dabei hilft es, dass das Songwriting schon immer ein größeres Repertoire als bei anderen Bands abdeckt hat. 'Act Your Rage' ist ein Full-on High Speed-Song mit abgehackten Riffs, ala 'Rat Pack' vom ersten Album, dem Klassiker "Blood, Sweat And No Tears". Der Rausschmeisser 'DNC' ein Oi!-Punk-Song erster Güte. Dazwischen stampfen, holzen, breaken und 2-steppen sich die Jungs durch die Songs, dass es eine helle Freude ist. Sick Of It All 2014 courtesy of Century MediaEs hilft halt auch, wenn man die vermutlich beste Rythmus-Sektion im Hardcore sein Eigen nennt. Lou's Gesang ist aggro und catchy wie immer, die Chöre fett und zahlreich. Was will man mehr? Sound? Auch gut. Besser als auf den Vorgängern, die einen Ticken zu metallisch ausgefallen waren. Also, Album kaufen, die Vans schnüren und zur anstehenden Tour gehen. Es lohnt sich. Wie immer. Album-VÖ: 26.09.2014 (Photo courtesy of Century Media)