(Uncle M Music/Poison City Records) Nun ist es ein Jahr her, seitdem mit “Don’t Fuck With Our Dreams” eine EP aus Australien die Gehörgänge vieler interessierter Folk-Punk-Fans erreichte und diese begeistert aufhorchen ließ. Somit haben THE SMITH STREET BAND sich selbst die Latte für das hier vorliegende Debutalbum "Throw Me In The River" recht hoch gehängt. Elf neue Songs haben die vier Aussis rund um Frontamnn Wil Wagner zusammengeschustert, die nun die Anforderungen des Vorgängers erfüllen bzw. übertreffen sollen. Wir werden seicht durch die angenehme Stimme des zuvor genannten Herrn auf diese musikalische Reise herangeführt. Doch dauert es nicht lange, bis 'Something I Can Hold In My Hands' Fahrt aufnimmt und einen für die Band typischen Spannungsaufbau verfolgt, der steigende Geschwindigkeit des rockigen Quartetts und einen immer leidenschaftlicheren Gesang beinhaltet. Das Flüstern wird zum Singen, dann zum Schrei. Dabei ist zu erwähnen, dass hier häufig eine ganz eigene Stimmung geschaffen wird, die immer wieder Sing-Along-Akzente setzt. Mit 'Surrender' wird es ein wenig gradliniger, Folk-Punk der Oberliga. Ein gutgelauntes Mainriff leitet 'Surrey Dive' ein, welches mich schnell an etwas zügigere The Gaslight Anthem-Songs erinnert, geht nicht mehr so schnell aus dem Kopf. Danach wird es Zeit für ein bisschen Besinnlichkeit, verkörpert durch die 'Calgary Girls'. Eine vertonte Städtereise bietet 'East London Summer', recht rastlos und spätestens im Refrain durch Wagners Stimmte voran gepeitscht. 'The Arrogance Of The Drunk Pedestrians' hätte zunächst auch eine schöne Ballade mit Country-Touch abgeben können, nimmt dann aber doch wieder die Abfahrt Richtung zu Beginn genanntem Aufbau. The Smith Street band courtesy of Uncle MFolgend wenden wir uns 'Get High, See No One' zu, das harmlos beginnt, dann aber zum punkigsten Song des Albums mutiert. Macht Spaß! Der vielleicht abwechslungsreichste Track ist in 'I Don’t Wanna Die Anymore' zu finden. Tempiwechsel, zwischen schönen Melodien, mal stampfend, mal tanzbar. Toller Song. Und wo wir schon bei tollen Songs sind…auf keinen Fall den Chorus von 'It’s Alright, I Understand' verpassen, der perfekt zu Wagners Stimmfärbung passt und letztendlich durch einen unterstützenden Chor noch bombastischer wird. Beim Titeltrack 'Throw Me In The River' liegen sich die Fans mitgröhlend in den Armen, bevor zu 'I Love Life' die letzten Becher geleert werden und "Throw Me In The River" einen würdigen Ausklang erlebt. Zwischen all den durchgestyleten Releases, denen man heutzutage an jeder Ecke begegnet, verkörpern THE SMITH STREET BAND hier einmal mehr, wie Authentizität und Leidenschaft zur Musik und dem Leben klingen kann. Klasse Band. Und das soll erst der Anfang sein… Album-VÖ: 31.10.2014 (Photo courtesy of Uncle M Music)