(Ascot Elite Home Entertainment) Prinzipiell schrecke ich vor Warnungen auf dem Cover schon mal zurück. Aber meist eher belustigt, weil zum großen Prozentsatz nicht das eintritt, was da so angeteasert wird. Ein fiktives Beispiel: "Dieser Film wird sie schockieren, wie noch nie ein Film sie schockiert hat" BUUUHHAAAAAAAAAA....... Erschreck Dich, sonst kommt böse Wutz dich in Deinem Alptraum zur Rache holen. Hahaha.... Aber: DIE HÖHLE transportiert auf dem Cover einen Sticker da da besagt: "Warnung! Dieser Film kann Atemnot und Beklemmungen verursachen. Anschauen auf eigenes Risiko". Und ich kann nach dem Ansehen sagen, dass ich diese Warnung zu 100 % unterschreibe, ja sogar noch ergänzen würde! ABER ICH WARNE AUCH! Lest nicht den Klappentext! Da wird wieder viel zu viel verraten, denn mindestens den letzten Satz hätte man weglassen können. Und eins der Fotos auch. Aber wahrscheinlich verkauft sich so ein Film dann eher. Wenn man sich die Spannung nicht vermiesen lassen möchte, lässt man es bei der kleinen Einleitung der Promofirma bewenden, bei der ich mal den letzten Satz abcutte: "Formentera: weißer Sand, kristallklares Wasser, unberührte Natur. Fünf Freunde freuen sich auf den Urlaub ihres Lebens auf der spanischen Ferieninsel. Als sie nach ihrer Ankunft eine mysteriöse Höhle entdecken, ahnt noch niemand von ihnen, dass sie für ihre Neugier bitter bezahlen müssen. Denn aus dieser Höhle gibt es kein Entkommen! Als die Vorräte knapp werden, treffen die Ersten drastische Entscheidungen, um das eigene Überleben zu sichern. Was als spannendes Abenteuer beginnt, endet in einem Fiasko." Fünf Freunde sind hier drei Jungs und zwei Mädels. Einer der Jungs filmt die ganze Zeit den Rest der Gruppe und dokumentiert damit quasi das Geschehen. Es kommt, wie es bei solchen Konstellationen in Filmen immer so kommt... Ein Pärchen findet sich und man macht im Zelt FSK16-18. Dabei guckt dann ein anderer in die Röhre, der sich ebenfalls Hoffnungen gemacht hat, bei der Dame zu landen. Und hier wird's interessant, wie sich das Verhältnis zwischen dem "Paar" und dem dritten der fünf Räder im Laufe des Films noch so entwickelt. Szenenbild-Die HöhleDIE HÖHLE funktioniert als Found-Footage-Horror bis auf weite Strecken ziemlich gut! Obwohl die Logik des Zuschauers das anzweifelt, als es in der Höhle dann irgendwann ans Eingemachte/Überleben geht. Der Typ hält auf alles drauf. Aber wieso denn überhaupt "Überleben", bzw. warum konnte es so weit kommen? Weil wieder keiner den Weg markiert hat. Dämlich! Saudämlich. Ich Hasenfuß wäre da auch keine zwei Meter rein gegangen. Aber ich mache auch keine Filme! DIE HÖHLE verursacht wirklich Beklemmungen beim Zuschauer, Angst, Panik, alles ist nachvollziehbar, leider ist es die Zeit, die die Gruppe in der Höhle verbringt, nicht wirklich. Aber der Vorschlaghammer, der noch kommt, sitzt trotzdem. Im Langzeitgedächtnis, denn DIE HÖHLE ist einer dieser Filme, die aufwühlen, beschäftigen... Fragen aufwerfen und die Kinnlade runterfallen lassen. Wer The Descent mochte und die Monster abzieht, bekommt hier (trotzdem) einen hammerharten Film serviert. Wobei... Monster... ach, lassen wir das, wir wollen ja nichts verderben! Regisseur Alfredo Montero liefert hier übrigens seinen ersten Spielfilm-Beitrag! Das Making-Of ist zudem sehr sehenswert! DVD/BD-VÖ: 14.10.2014