(Metal Blade Records) Schon allein der Bandname JOB FOR A COWBOY ist im Death Metal-Bereich eher etwas Ungewöhnliches. Doch unterscheidet sich die Band nicht nur durch ihren Namen von anderen Genre-Vertretern. Waren JOB FOR A COWBOY in ihren Anfängen wohl eher dem Deathcore zuzuordnen, haben sich die Jungs aus Glendale, Arizona (hier ist vermutlich auch die Verbindung zum Bandnamen zu sehen) seit Bandgründung im Jahr 2003 musikalisch kontinuierlich weiterentwickelt. Mit ihrem vierten Longplayer haben JOB FOR A COWBOY einen weiteren Schritt gewagt und präsentieren technischen Death Metal par excellence. Der progressive Sound von "Sun Eater" macht es einem sehr schwer, Vergleiche zu anderen Bands zu ziehen. So schaffen es JOB FOR A COWBOY, etwas ganz Eigenes zu kreieren. Das Tempo der einzelnen Songs des Albums variiert ständig. Schleppende, groovige Parts, packende Lead-Solos, schnelles Riffing, bellend grunzender Gesang und Double Bass-Attacken. Dies sind alles Elemente, die sich auf "Sun Eater" wiederfinden. Gleicht zunächst kein Song dem anderen, zieht sich doch ein musikalischer roter Faden durch das Album. Produzent Jason Suecof, der erstmals 2009 mit der Band zusammenarbeitete, gab zu JOB FOR A COWBOY und "Sun Eater" folgendes Statement ab: "Diese Band besteht ausnahmslos aus Spitzenmusikern, die eindeutig ganz oben stehen mit dem, was sie machen. Ihr neues Album ist eine brillante Mischung all ihrer Bemühungen, und jeder kann seine Musikalität jetzt so einbringen, dass es nicht frickelig zum Selbstzweck klingt. Diese Scheibe hat Feeling und klingt verdammt brutal!" Beim Hören der neuen Scheibe ist mir immer wieder die sehr dominante aber nicht aufdringliche Arbeit am Bass aufgefallen. JOB FOR A COWBOY belassen es nicht dabei, ihren Sound durch den Bass nur unterstützen zu lassen, sondern machen ihn zu einem wichtigen Teil ihres Soundgefüges. So wirkt der Klang von "Sun Eater" extrem kraftvoll. Job For A Cowboy 2014 by Tom CoutureJOB FOR A COWBOY haben mit "Sun Eater" ein anspruchsvolles Stück Death Metal auf einem technisch hohen Niveau geschaffen. Ich könnte mir aber vorstellen, dass das Album genau deswegen nicht jedem gefallen wird. Wer jetzt aber trotzdem Interesse an "Sun Eater" bekommen hat, sollte sich  Songs wie 'Sun of Nihility', 'The Synthetic Sea' oder auch 'Worming Nightfall' auf jeden Fall einmal anhören. Album-VÖ: 07.11.2014 (Photo by Tom Couture)