(Spinefarm Records) 1981 krempelten VENOM die damals recht überschaubare Metal-Welt einmal auf links. "Welcome To Hell" war extremer, härter, brutaler als alles, was sonst so an Gitarrenmusik verfügbar war. Und dann noch das monströse Image von Cronos, Abaddon und Mantas. Ein Jahr später legte das Trio mit dem Genre definierenden "Black Metal"-Album nach. "At War With Satan" sprengte dann mit dem Titeltrack alle bisher dagewesenen Konventionen. Danach verschwanden VENOM leider in der Beliebigkeit. Ok, "Possessed" war noch ganz cool, aber trotz einigermaßen regelmäßiger Veröffentlichungen … bei mir hängengeblieben ist nix. "From The Very Depths" ist Studioalbum Nummer 14. Außer Cronos ist keiner der Originalbesetzung mehr dabei. 14 Songs hat das Trio auf’s Tonband gezimmert und laut Cronos war die Stimmung im Studio allererste Sahne. Top Motivation. Face-melting Riffs. Thundering Drums. Das übliche Rambazamba halt. Venom-150114Aber tatsächlich: mit dem etwas sperrigen, aber trotzdem knalligen Titeltrack und 'The Death Of Rock’n’Roll' brettert "From The Very Depths" gut los. Oldschool Thrash’n’Roll, das Gaspedal wird ordentlich durchgetreten. 'Temptation', 'Stigmata Satanas', 'Crucified' … allesamt amtliches VENOM-Futter. Mit 'Long-Haired Punks' ist Cronos dann aber gelungen, nahezu an das übermächtige Frühwerk der Band anzuschließen. Mächtige Motörhead-Schlagseite. Fettes Riff. Schmissiges Tempo. Ein Hammersong mit allem drum und dran, mit dem VENOM live so richtig abräumen sollten. Leider sind mit 'Smoke' und 'Grinding Teeth' aber auch ein paar Füller auf dem Album. Hätte man getrost weglassen können, so bleibt eben nur der Griff zur "Skip"-Taste. Schade, denn der Rest des Albums wirkt wie aus einem Guss. Eine ähnliche Revolution wie "Black Metal" wird "From The Very Depths" natürlich nicht auslösen. Dass VENOM allerdings Anno 2015 nochmal solch ein Brecher-Album raushauen, hatte ich nicht erwartet. Album-VÖ: 23.01.2015 (Photo courtesy of Spinefarm Records)