(Rise Records/ Cargo Records) Mit DEFEAT THE LOW hat sich der Inhaber des umtriebigen Labels Rise Records scheinbar einen Traum erfüllt und gleich seine eigene Band gesignt. Craig Ericson hat nämlich den Gitarrenjob inne und liefert gut ab. Warum sollte man auch zu einem anderen Label wechseln, wenn man quasi alles unter Kontrolle haben kann. Noch dazu sind DEFEAT THE LOW songtechnisch überdurchschnittlich gut aufgestellt, was in Zeiten einer Veröffentlichungsflut dann auch durchaus eine Daseinsberechtigung genießt. Wenn MetalCore immer trantütiger (ergo: maximale Breakdown-Dichte mit tiefer gestimmten Gitarren) und/oder das Outfit wichtiger als der Output ist (Falling In Reverse/Black Veil Brides z.B.), ist es angenehm zu hören, wenn fast schon Oldschool-EmoRock aus den Boxen wummert. Kennst du noch Story Of The Year oder stehst auf Senses Fail? Dazu die frühen Alben von Taking Back Sunday addieren und du kannst mit "A Nervous Smile" jede Menge kurzweiligen Spaß haben. Die Halbwertzeit ist relativ begrenzt, aber als Happen zwischendrin unbedingt zu empfehlen. Ziemlich fett produziert, saubere Hooklines, die in euphorische Refrains rübergleiten. Tighte Rythmussektion, der Background-Gesang lockert die einzelnen Songs im richtigen Maß auf. Durchschnittslänge liegt bei 3 Minuten, um die Aufmerksamkeitsspanne der heutigen Vans Warped Tour-Jugend nicht überzustrapazieren. Mit 'American Made' gibts dann auch einen richtigen Hit, der im oberen Drehzahlbereich daherkommt und nachfolgend von einem schönen Instrumentalstück abgelöst wird. So ist in der Mitte von "A Nervous Smile" ein ziemlich spannendes Song-Duo, der das Album nochmal etwas aufwerten kann. Zu Gute muss man außerdem halten, dass es keine obligatorische Akustikballade zum Schluss gibt, sondern rockig durchgezogen wird. 135_1_DTL_hiFazit: Gutes Album, welches durch oben genannte Rückbesinnung auf den emotionalen Rock der Anfang 2000er Jahre Eindruck macht und heutzutage viel zu selten zum Zuge kommt. Verdiente 4 Blitze. Sauber! P.S. Sorry für das verspätete Review!! Album-VÖ: 14.11.2014 (Photos courtesy of Rise Records)