(Anti / Indigo) Nach ihrem letzten Album "Floral Green" liefern die vier Jungs aus Kingston jetzt ihr neues Album "Hyperview", das gleichzeitig die erste Veröffentlichung mit Anti-Records bildet. 'Murder Your Memory' liefert einen eher gediegenen Start ins Album, was die Aufmerksamkeit sofort auf die Lyrics lenkt. Darauf folgt die neueste Songauskopplung 'Chlorine', die deutlich mehr Tempo und Energie mitbringt als ihr Vorgänger. 'Chlorine' hebt mit seiner leichten Art sofort die Stimmung und lädt zumindest zu unauffälligem Kopfwippen ein, bevor 'Hypernight' mit einem soliden Basssolo das Kommando übernimmt und das Tempo wieder leicht verlangsamt. An Energie geht dabei nichts verloren, weder was die Vocals betrifft noch die Instrumente. Die Melancholie aus 'Hypernight' wird in 'March' durch schnellere Klänge ersetzt – dieser Song macht seinem Namen alle Ehre und erweckt das Album für kurze Zeit aus seinem vermeintlichen Winterschlaf. Allerdings folgt darauf schon 'Your Pain Is Mine Now', und auch hier kann man vom Titel auf den Sound schließen: anfangs schwermütig nimmt der Song langsam an Tempo zu und findet dann die goldene Mitte. 'Rose Of Sharon' bildet wieder das Gegenstück zu seinem Vorgänger, also kristallisiert sich allmählich auch das Muster der Platzierungen der einzelnen Songs heraus: schnellere Lieder gleichen die langsameren aus und umgekehrt. Mit 'Trace Me Onto You' gibt es auch die Ausnahme, denn hier liefern TITLE FIGHT eine Mischung aus beidem: anfangs sehr schwungvoll und ansteckend, entwickelt sich der Song gegen Ende doch wieder ruhiger und klingt gemächlich statt aufgekratzt aus. TitleFight_001Auch 'Liars Love' befindet sich irgendwo in der Mitte: nicht zu hektisch, aber auch nicht zu träge und als Highlight sticht das Ende besonders heraus: es klingt, als wäre es während einer Probe aufgenommen worden und völlig improvisiert, was dem Ganzen eine persönlichere Note verleiht. 'Dizzy' läutet almählich das Ende des Albums ein und reiht sich ein hinter 'Hypernight'. Man könnte meinen, dass spätestens jetzt die Luft komplett raus ist, aber 'New Vision' sammelt noch mal alle Kräfte und liefert einen sehr gelungenen Abschluss für ein überaus gelungenes Album. Alle zehn Songs bilden eine perfekte Mischung, somit dürfte für jeden Hörer was dabei sein das gefällt – reinhören lohnt sich sehr! Album-VÖ: 30.01.2015 (Photo courtesy of Anti Records)