(Bleeding Nose Records) MINDEAD sind eine Modern Metal/Nu Metal-Band aus dem Schwabenländle, die passend zur Herkunft sehr ehrgeizig und hart arbeitend erscheint. Ehrlich gesagt habe ich vor dieser Rezi noch nie etwas von MINDEAD gehört und war sogar noch mehr erstaunt, als ich herausgefunden habe, dass die Jungs aus meiner Region sind. Nicht nur der Heimvorteil bringt den Jungs Pluspunkte, sondern auch das, worum es wirklich geht. Der zweite Longplayer, welcher den Namen "Controlling The Tides" trägt, erscheint am 27.02.2015 via Bleeding Nose Records. Laut dem Label kann man MINDEAD mit Five Finger Death Punch vergleichen. Doch ist an diesem gewagten Vergleich wirklich etwas dran? Würde man einzelne Vocalparts von Korn, Intrumentals von Heaven Shall Burn und eine Prise Five Finger Death Punch im Mid-Tempo in den Mixer schmeißen, dann bekäme man meiner Meinung nach genau das, was die Jungs hier erschaffen haben. Eine sehr gute Mischung, die auf allen Seiten ziemlich gut und ausgeglichen ist. Nach mehr als 10 Jahren Bandbestehen (mit der einen und anderen Besatzungsänderung) entwickelten die vier Jungs immer mehr ihren eigenen Stil. Als Support-Band konnten MINDEAD bei Devildriver, Mnemic, Ektomorf, 4Lyn, Emil Bulls aber auch Ill Nino ihre Qualität zeigen. Denn schon mit dem Vorgänger "Abandon All Hope" (2008) haben MINDEAD die Latte sehr hoch gelegt. Im Vergleich dazu merkt man, dass das Quartett dieses Mal mehr experimentiert hat. Aus dem Experiment ist ein eher „softeres“ Album geworden. Und genau das macht das neue Album einzigartig. Zunächst einmal beginnt die 12 Tracks starke Platte mit einem epischen Intro. Das Intro erzeugt eine besondere Atmosphäre, die sich über das komplette Album zieht. Später folgen Knaller wie 'Sentiment', 'Unearthed' und 'Indifferent', diese kann man sehr gut mit Heaven Shall Burn (nur etwas langsamer – Mid-Tempo eben) vergleichen. Bei Songs wie 'Sore', 'Sleeping In Carbonite' und ganz besonders bei 'Trains And Losses' und 'Standing In Line' merkt man, dass MINDEAD etwas anderes probiert haben. Viele cleane Vocals, viele Emotionen, sehr einfallsreich ausgeschmückte Intros und Bridges. Und genau diese Abwechslung macht "Controlling The Tides" ganz besonders. Es ist eine perfekte Mischung, nicht zu viel „Rumgeballer“ aber auch nicht zu „weichgespült“. Und wem das immer noch nicht genug war, kann sich an der ganz eigenen Coverversion des Welthits 'Hurt' (Ursprünglich von Nine Inch Nails geschrieben und dann später vom legendären Johnny Cash gecovert) erfreuen. Mindead_Controlling-The-Tides_BandFazit: Für mich ist "Controlling The Tides" ein erfolgreiches Experiment, welches wirklich sehr angenehm zu hören ist. Wer also Mid-Tempo Metal (mit ordentlich Druck) Liebhaber ist, ist mit "Controlling The Tides" sehr gut beraten. Ich selbst versuche, mir die Jungs bei nächster Möglichkeit live anzuschauen. Das Album hat mich wirklich sehr neugierig gemacht. Meistern die Jungs die Aufgabe, das erschaffene Werk auf die Bühne zu bringen? Album-VÖ: 27.02.2015 (Photo courtesy of Bleeding Nose Records)