(Lifeforce Records) Die in Auckland/ Neuseeland beheimateten ANTAGONIST A.D haben als Band schon einige Jahre auf dem Buckel. Mit "Haunt Me As I Roam" erscheint ihr nunmehr viertes Album und nach eigenen Angaben soll es das bislang persönlichste und emotionalste der Bandgeschichte sein. So verarbeiten sie in ihren Texten viele Erfahrungen, die sie im Rahmen ihrer Touren der letzten Jahre machen durften oder machen mussten. Und diese müssen wirklich intensiv gewesen sein. Frontmann Sam Crocker krächzt sich die Seele aus dem Leib, als gäbe es kein Morgen mehr. Aggro, einfach nur aggro der Junge! Auch instrumental haben ANTAGONIST A.D keinesfalls in Weichspüler gebadet. Ein Gitarren-Brett jagt das nächste und nur ganz selten, gibt es ruhigere und verspielte Momente der Lead-Gitarre. Die Arbeit an den Drums ist kraftvoll und kennt nur eine Richtung: Straight in your face! Und wo wir gerade beim Thema sind. "Haunt Me As I Roam" wird den Pit brennen lassen und ich behaupte mal, dass die Jungs live richtig abgehen werden. Für Album Nummer Vier haben sich ANTAGONIST A.D auch reichlich namhafte Unterstützung mit an Bord geholt. Neben Ahren Stringer/ The Amity Affliction, Andrew Neufeld/ Comeback Kid und JJ Peters/ Deez Nuts gibt sich auch Sam Carter /Architects die Ehre. Musikalisch bieten ANTAGONIST A.D einen gelungenen Mix aus Metal, Metalcore und Hardcore. Die Band fährt dabei aber keinen linearen Kurs zwischen den Genres, sondern begibt sich je nach Song mehr in die eine oder die andere Richtung. So geht 'Coffin Keeper' mit knackigen Riffs an der Start. Zwischenzeitlich nehmen die Jungs dann aber auch etwas Dampf raus und geben dem Song mehr Groove. Für 'Wanderlust' dreht die Band den Gashahn zunächst noch etwas auf. Insbesondere die trashigen Gitarren geben dem Song einen ordentlichen Drive. 'Dogs Blood' verbindet den eher Metalcore-lastigen Sound der Antagonisten mit einem guten Schuß Hardcore. Und mit 'You're Killing It (Downer)' holt die Band gleich den nächsten Metalcore-Knüppel aus dem Sack. Bei 'Mother, Father' meine ich sogar, ein wenig Biohazard rauszuhören. antagonist-hmair-bandDer stetige Wechsel zwischen den genannten musikalischen Stilrichtungen und die Gastspiele der genannten Sänger machen "Haunt Me As I Roam" zu einer überaus abwechslungsreichen Scheibe. Die Kehrseite der Medaille ist jedoch, dass ANTAGONIST A.D dadurch aber auch einen gewissen Wiedererkennungseffekt einbüßen. Nichtsdestotrotz bleibt "Haunt Me As I Roam" ein richtiger Wut-Brocken und es macht einfach Spaß, die Scheibe zu hören. Daher gibt es von mir 4.5 Blitze auf unserer Gestromt-Skala. Eines muss ich noch erwähnen. Zieht euch auf jeden Fall den Breakdown im letzten Drittel des Songs 'Haunt Me As I Roam' rein. Wie geil ist der denn?! Ganz böses Ding. Album-VÖ: 13.04.2015 (Photo courtesy of Lifeforce Records)