(Goremount Records/Rough Trade) Leider kann ich nichts wirklich Positives über das neue FEARLESS VAMPIRE KILLERS-Album sagen. Die Band, die mich neulich im Vorprogramm von In This Moment schon so wahnsinnig gelangweilt hat, dass ich nach Hause gegangen bin (war eigentlich eh nur wegen der ersten Band Starset am Start), hat auch auf ihrem zweiten Studioalbum nicht viel Überraschendes zu bieten. Für meinen Geschmack ist der Fünfer aus London zu wenig authentisch, bedient sich zu sehr an den Größen ihres Genres wie Fall Out Boy, The Used oder My Chemical Romance, die selbst ihren Zenith längst überschritten haben. Zwischendurch gibt es ab und zu mal eine kurze Doublebass-Einlage oder auch mal ein nettes, kleines Gitarrensolo. Zusammen mit dem zuckersüßen "Ich-will-gefallen"-Gesang von Frontmann Laurence Beveridge driften die Songs aber leider schnell in die Kategorie "Hintergrundmusik" ab und selbst beim mehrfachen Durchhören - wofür man bei 17 Songs und einer Länge von 66 Minuten ganz schön viel Zeit investieren muss - bleibt kein Song wirklich hängen. Fearless Vampire Killers, May 2014"Unbreakable Hearts" ist schon ganz nett gemacht, gut produziert, arrangiert und abgemischt, aber irgendwie klingt das alles zu gewollt, als wären Band und Album am Reißbrett irgendeines Major A&Rs entstanden. Schade, dass sich die Jungs, die sich immerhin nach Polanskis Meisterwerk Tanz der Vampire (im Original The Fearless Vampire Killers) benannt haben, nicht trauen, mal was auszuprobieren und sich vom 08-15 Alternative-Rock-Songschema einen kleinen Schritt wegzubewegen. Album VÖ: 10. April 2015 (Photo by Justine Trickett)