(Relapse Records) "Crooked Doors" ist bereits das Zweitwerk von ROYAL THUNDER, das Erstwerk der Südstaaten-Rocker mit dem Titel "CVI" ist leider komplett an mir vorbeigegangen. Habe ich mir im Zuge dieses Reviews aber natürlich angehört. Leider. Denn im Vergleich stinkt "Crooked Doors" ziemlich ab. Die Songs fußen natürlich weiterhin auf schwerem Hardrock mit extra "Southern"-Einschlag. Das bluesige 'Forget You' lässt grüßen. 'Floor' glänzt mit seiner starken Classic-Rock-Kante. 'Glow' ist mit seinem schmucken Slide-Riff eines der Highlights der Platte. Diese eher schnörkellosen und geradlinigen Stampfer sind für mich auch die Stärke der Band. Das erinnert dann durchaus an das Debüt. Anstatt diesen Pfad weiterzuverfolgen, versuchen ROYAL THUNDER auf "Crooked Doors" aber ihren Sound sehr viel vielschichtiger und komplexer zu gestalten. Ich werfe mal "Prog" und "Psych" als Schlagworte in die Runde. Tolle Idee eigentlich, leider verrennt sich die Band aber bei der Umsetzung und kommt mir in Songs wie 'Time Machine' oder 'Wake Up' vor, als hätten sie sich aus den Ideen bedienen müssen, die The Devil’s Blood haben liegen lassen. Uninspiriert und zerfastert, kaum ein Song kommt unter 5 Minuten ins Ziel, die Atmosphäre aber viel zu dünn, um den Hörer derart lange zu fesseln. Schunkelrythmen, austauschbares Solieren und weder Melodie noch Hook, die sich in die Hirnrinde fräsen. Capitol Photography ParntersUnd so ist "Crooked Doors" leider eine äußerst zwiespältige Sache. Eine handvoll tolle Songs und die gute Intention reichen für ein gutes Album leider nicht aus. Dazu kommt eine für diesen Sound viel zu cleane und tote Produktion. Sorry, mehr als 3.5 Punkte sind da leider nicht drin. Album-VÖ: 06.04.2015 (Photo by Kevin Griggs)