(Swell creek Records / Soul Music) "New Yooork, New Yoooork..." erklingt es aus laut und deutlich aus dem Hamburger Hafen, denn BROTHERS IN ARMS haben sich anscheinend tonnenweise makellosen Hardcoresound aus Übersee einschiffen lassen. Diesen haben sie nun auf einen Silberling gepresst, welcher den Titel "Warlord" trägt und nach dem Debut 2012 nun den zweiten Streich der Kombo darstellt. Für einen fetten dicke-Hose-Sound, welcher bekanntermaßen nicht gerade unwichtig in Core-Kreisen ist, holte man sich Eike Freese (Dark Age) sowie Alexander Dietz (Heaven Shall Burn) für die Produktion. . . eine durchaus gute Entscheidung, wie die zwölf vorliegenden Songs zeigen! Schon während des ca. einminütigen Intros wird klar, was man hier vor sich hat, nämlich Old-School-Hardcore in Reinkultur. Diesen Eindruck bestätigt 'Never Surrender' dann auch gleich, fett und unbeirrt durch die Gehörgänge stampfend, komplettiert durch das engelsgleiche Shouten von Frontmann Andre. Im Folgenden erleben wir dann einige Songs im Uptempo-Bereich wie 'On My Own', 'Betrayal' oder 'Domestic Violence', aber auch fiese fette Kopfnicker wie der Titeltrack 'Warlord', 'Life Sick' oder der Rausschmeißer 'Demons'. Das Ganze wird teils noch garniert mit Crewshouts, keiner der genannten Tracks über drei Minuten, da gibt es nichts zu meckern. Zwei überraschende Features hält "Warlord" noch bereit. Nummer eins: in 'Grim' wird Shouter Bryan von Death Before Dishonor bemerkenswert lässig per Bass angesagt, der dann amtlich abräumt und dabei recht angepisst klingt. Nummer zwei: 'Helpless'. Vielleicht der größte Akzent von "Warlord", erinnert temporär ein bisschen an Comeback Kid, zumindest Einleitung und Melodie im Refrain. Da lässt sich der Andrew von eben genannten Core-Giganten nicht zweimal bitten und greift den Hamburgern im nächsten Part gleich mal unter die Arme. Ein absolut rundes Ding, genauso wie "Warlord" im Großen und Ganzen. Brothers In Arms by Stefan NagottNatürlich gibt es nicht die großen Ausreißer, die den Hörer erstmal für eine Weile nachdenklich im Regen stehen lassen, aber wer will das schon, der eine ordentliche Hardcore-Scheibe in den CD-Player schmeißt? Ganz richtig, niemand! Und ja, viele Core-Anhänger haben noch CD-Player, heißt ja nicht umsonst Old-School. Ein Grund, weswegen ich es so mag und "Warlord" jedem empfehlen kann, der ähnlich denkt! VÖ-Datum: 08.05.2015 (Photo by Stefan Nagott)