(Pandastorm Pictures) "Von den Produzenten von SPLICE – DAS GENEXPERIMENT kommt ein packender SciFi-Thriller über künstliches Bewusstsein und Mensch-Maschinen: DEBUG – Feindliches System. Regie führte STARGATE ATLANTIS-Star David Hewlett." Soviel als Einstieg. Habe ich alles nicht gesehen, aber vielleicht haben wir ja Kenner/Experten unter uns, die da mehr Einblick haben. Wie kommt es, dass sich Schauspieler, die man aus bekannten und beliebten Produktionen kennt, für Rohrkrepierer hergeben? Wissen die vielleicht im Vorfeld nicht, worauf sie sich einlassen? Wenn man das Script zu lesen bekommt, lässt die Story ja nicht unbedingt darauf schließen, dass der Film Murks ist. Aber während des Drehs sollte man doch was merken? Oder hat man da noch die Hoffnung, dass alles halbwegs ansehnlich zusammengeschnitten wird? Fragen, die ich mir des Öfteren stelle, im Falle DEBUG werden sie leider wieder laut. Weiterhin frage ich mich, wie man bei B-Movies jemanden wie Jason Momoa im Cast haben kann. Schließlich ist der in Game Of Thrones und dem Conan-Remake nicht gerade zimperlich, haha. Aber im Making-Of wirkt er zumindest verständnisvoll angesichts seiner Rolle und der Vision des Regisseurs. Worum geht's? In der Zukunft werden sechs verurteilte Cyberkriminelle von der Federate Correctional Authority bei einem strafmildernden Programm eingesetzt, um bei Schiffen die Netzwerke zu bereinigen. Bei den Fehlfunktionen eines verlassenen Raumfrachters der Orcus-Klasse stoßen sie neben kooperativen Avataren aber auf Gegenwehr. Die Hackerin Kaida (Jeananne Goossen, NAVY CIS) muss sich neben ihren Mitstreitern, die fleißig dezimiert werden, dem Wächterprogramm IAM (Jason Momoa, GAME OF THRONES), stellen, welches mit Hilfe von Bioware operiert. Und das obenrum nur im Top, ihren Ausschnitt immer voll in die Kamera haltend, während ihre Kollegen immer artig ihre Anzüge tragen. Schnarch! Ach nein, Halt... die andere Cyberkriminelle sieht man auch kurz in Unterwäsche, ein geplantes Schäferstündchen auf dem Schiff muss ja auch noch verwurstet werden. Warum aber unbedingt? debug_szenenbild_09Irgendwie will DEBUG eine Mischung aus Event Horizon, Cube, Equilibrium und Matrix sein, zumindest optisch. Obwohl die Müllmänner-Anzüge eher aus Misfits stammen könnten. Wären Dramaturgie und Action/Nervenkitzel doch auch mal bei den erwähnten Produktionen entliehen worden. DEBUG konnte mich leider gen Null fesseln, obwohl ich die Grundidee ja gar nicht so schlecht finde... Scanbare Implantate im Kopf... Verschmelzung mit Programmen, fast schon Cyborg-mäßig. Dagegen stehen Szenen wie aus einem billigen Computerspiel, Schauspieler, die wirken wie hölzerne Neulinge, Handlungen, die sich wieder jeglicher Logik erwehren. Und da hilft auch ein tiefes Dekolleté nix! Alle, die trotzdem noch interessiert sind, werden auch nach dem Ansehen des deutschen Trailers nicht zurückschrecken, ich muss zugeben, dass der sogar schön dramatisch zusammengeschnitten wurde: DEBUG rangiert bei IMDB bei 4.4 von 10, das ist noch verdächtig passabel... Mehr als 2 Blitze kann ich für die mageren Ansätze nicht geben. Ich habe den Film in 3 Etappen gesehen, immer mit Blick zur Uhr, wann denn das Spektakel endlich vorbei ist. Hier wäre wirklich mehr drin gewesen... Mehr Budget war es leider nicht. Nächstes Mal die bekannteren Namen einsparen und mehr Geld in die Kulissen und die Tricks stecken! DVD/Blu-ray-VÖ: 14.04.2015