(Revival Recordings) Bevor ich das neue ALESANA Album ''Confessions'' hörte, war ich mir, ganz unter uns gesagt, nicht einmal bewusst, dass die Band in der letzten Zeit musikalisch groß unterwegs war, da ich sie selbst seit einigen Jahren nicht mehr wirklich auf dem Schirm hatte. Zu meiner eigenen Überraschung melden die Jungs sich mit ihrem nunmehr fünften Studioalbum zurück, welches ihre Konzeptalbum-Trilogie um Annabel abschließen soll. Legen wir also bezüglich des neuen Albums gleich einmal die Fakten auf den Tisch: wer auf der Suche nach einem typischen ALESANA-Album ist, der wird hiermit definitiv bedient. Das und eigentlich auch nicht mehr oder weniger. Alle bereits vorhanden Elemente, die wir auf damals auf ''On Frail Wings Of Vanity und Wax'' vorfinden konnten, sind heute noch immer vertreten. Der schon fast kläglich klingende Schreigesang von Dennis Lee, der melodische Cleangesang von Shawn Milke, ebenso gesprochene Textzeilen, wie auf ''The Emptiness'' finden sich wieder. Nostalgie pur? Anscheinend schon, denn mit dem Opener ‘It Was A Dark And Stormy Night’ werden eben genannte Eckpunkte bedient und man fühlt sich glattweg in die Zeit zurück versetzt und bei ALESANA scheint sich musikalisch nicht wirklich etwas verändert zu haben. Aber wie bereits erwähnt, wenn man die Musik dieser Jungs schon immer mochte, dann kann man definitiv auch mit diesem Album etwas anfangen. Die Riffs der Platte sind handfest, jedoch nichts besonders technisch fortschrittliches und die Songs auf dem Album sind ziemlich ähnlich in Bezug auf das Songwriting, was vielleicht auch einfach daran liegen könnte, dass das Werk eben ein Konzeptalbum ist. Songs wie 'Comedy Of Errors' und 'Oh, How The Mighty Have Fallen’ sind perfekte Beispiele für den Sound, der ALESANA eben ALESANA sein lässt. Das etwas mehr als sieben Minuten lange Epos ‘The Puppeteer’ sticht soundtechnisch und von der Gangart am meisten heraus und ist, für mich persönlich, einer der abwechslungsreichsten Songs der Platte. Alesana by Seven Ages DesignMein Fazit: Das Album ist an sich solide, überrascht aber musikalisch wenig. Der einzige wirkliche Unterschied zwischen diesem Album und den Vorgänger ist, dass die Qualität der Produktion sich sehr gesteigert hat - alles klingt um einiges sauberer, mehr polierter. Nun, am Ende ist ''Confessions'' nicht das beste Album, welches man dieses Jahr zu hören bekommt, aber mit Sicherheit auch nicht das schlechteste und was ich den Jungs hier gerne noch hoch anrechnen möchte, ist ihr Durchhaltevermögen bezüglich auf ihr Konzept, welches sie über drei Alben gesponnen haben und nach mehreren Jahren nun zu einem Abschluss bringen – diese Ausdauer mögen wahrscheinlich nicht viele Bands aufbringen. Album-VÖ: 30.04.2015 (Photo by Seven Ages Design)