(Rise Records/ Cargo) TEENAGE TIME KILLERS, der Name geisterte monatelang in den einschlägigen Medien und/oder Foren herum. Niemand wusste es etwas Genaues, bis schließlich das Geheimnis gelüftet wurde, wer bzw. was hinter dem Projekt steht. In Dave Grohls Studio 606 fanden sich zu verschiedenen Zeitpunkten Musiker unterschiedlicher Couleur zusammen, um in einzigartigen Konstellationen das Projekt TEENAGE TIME KILLERS zum Leben zu erschaffen und ein All-Star-Vehikel zu kreieren, welches seinesgleichen sucht. Es ist wahrscheinlich notwendig darüber zu sprechen, welche Musiker von welchen Bands beteiligt sind, um greifbar zu machen, welch eine Mammutaufgabe die Initiatoren Reed Mullin und Mike Dean von Corrosion Of Conformity vor der Brust hatten, damit die Planung und Durchführung möglich gemacht werden konnte. Hier mal die Liste der beteiligten Künstler (ohne Gewähr, dass alle genannt sind 🙂 ) Foo Fighters: Dave Grohl + Pat Smear / Alkaline Trio: Matt Skiba / Clutch: Neil Fallon / Slipknot / Stone Sour: Corey Taylor / Lamb of God: Randy Blythe / Dead Kennedys: Jello Biafra / Bad Religion: Brian Baker / FEAR: Lee Ving / Fireball Ministry: Jim Rota / Prong: Tommy Victor / Mondo Generator: Nick Oliveri (ex-Queens of the Stone Age) / Red Fang: Aaron Beam / Eyehategod: Mike “IX” Williams / Goatsnake: Greg Anderson / Scream: Pete Stahl / Articles of Faith: Vic Bondi / Sacred Reich: Phil Rind / Righteous Fool: Jason Browning / Corrosion of Conformity: Mike Dean, Redd Mullin, Woody Weatherman + Karl Agell / BL’AST: Clifford Dinsmore / My Ruin: Tairrie B. Murphy / Brujera: Pat Hoed / Samhain: London May / Blatant Disarray: Mike Schafer / Municipal Waste: Tony Foresta / Chaotic Justice: Trenton Rogers / The Ghost Of Saturday Night: Johnny Weber Macht schon Eindruck, oder? Da All-Star-Projekte immer spannend sind, aber oft auch dem selbstgesteckten Anspruch und einer gewissen Erwartungshaltung seitens der Fans nicht gerecht werden können, muss natürlich auch die musikalische Seite von "Greatest Hits Vol.1" näher betrachtet werden. Songs und Fragmente wie 'Exploder', das Jello Biafra-Geschoss 'Ode To Hannity', der poppigste Track 'Barrio' mit Matt Skiba am Gesang oder auch das wütende 'Time To Die' sind Elemente auf "Greatest Hits Vol.1", welchem dem Albumtitel definitiv gerecht werden können. Ein Großteil der Kompositionen, bei denen auch teilweise obskure, unbekannte 80er-HardcorePunk-Songs gecovert werden, mag sich nicht so wirklich einfügen und das Konzept, welches leider konzeptionslos rüberkommt, könnte enttäuschte Gemüter zurücklassen. Teenage Time Killers courtesy of Rise RecordsKlar ist das Ganze ein Projekt, welches sich über einen längeren Zeitraum entwickelt hat und Spaß machen soll, allerdings hätte man sich schon etwas mehr Stringenz und Wiedererkennungswert gewünscht, um TEENAGE TIME KILLERS als Band zu begreifen. Auch wenn dies nie geplant war, so hätte man kenntlich machen können, dass es im Prinzip "nur" eine Compilation ist, die für sich stehend einmalig ist und die damit verbundene Erwartungshaltung vollends erfüllt. Allerdings überwiegt die Enttäuschung bei den knallig produzierten HardCorePunk-Songs, da die jeweiligen Sänger schon ihren eigenen Stempel mitbrachten, aber vergessen haben, diesen auch konsequent aufzudrücken. Deshalb langweilt die Platte trotz der Kurzweiligkeit der Tracks nach relativ kurzer Spieldauer und die anfangs verspürte Euphorie weicht einem Realismus, den man eigentlich gar nicht wahrhaben möchte. Schade drum. Aber mehr als 3 Blitze sind in diesem Falle nicht drin und ich wage leisen Zweifel anzumelden, dass ein "Vol.2" 1. jemals zustande kommen wird und 2., ob es dann noch jemanden interessiert. Album-VÖ: 31.07.2015 (Photo courtesy of Rise Records)