(Xtra Mile Recordings/Indigo) In den 90er Jahren ziemlich aktiv und agil, war es in diesem Jahrtausend bisher äußerst still um die Alternative-Rocker von FAILURE. Ohne großes TamTam veröffentlichen die Amerikaner nun ihr erstes Studioalbum seit 19 (!!!) Jahren und tun so, als ob das nichts besonderes wäre. Das "The Heart Is A Monster" auch genau dort ansetzt, wo man 1996 mit "Fantastic Planet" aufgehört hat, zeigen auch die durchnummerierten Interludes Namens 'Segue', deren Reihenfolge sich hier mit #4 fortsetzen und zunächst als Intro dienen. Es folgt mit 'Hot Traveler' ein starker Song, welcher die Stärken der Band in ihrem sich abwechselnden Laut/Leise-Sound im Stile des 90er Jahre Indie/Alternative/Rocksounds direkt in den Fokus stellt. Man fühlt sich erinnert an Großtaten von Bands wie Faith No More, Dredg oder Alice in Chains. Das lässt aufhorchen, doch bereits der Folgetrack 'A.M. Amnesia' kann den hohen Standard nicht hallten und lädt aufgrund der langgezogenen Vokale im Gesang ganz schnell dazu ein, auf die Skip-Taste zu drücken. Aber aufgepasst, bloß nicht ausversehen doppelt die Taste betätigen, da man ansonsten das Highlight 'Snow Angel' überskippen würde, welches die Zutaten der guten alten 90er mitbringt und doch nicht sonderlich angestaubt klingt. Dieses qualitative Wellental zieht sich durch die Platte von vorne bis hinten. Highlights die man aber auf keinen Fall überhören sollte, finden sich in den Tracks 'Counterfeit Sky', 'The Focus' und dem fast finalen 'I Can See Houses'. Die Referenzen reichen dabei von Soundgarden bis Tool und Fans dieser Bands können sich sicherlich das ein oder andere Mosaik aus dieser Platte herauspicken und damit ihr nächstes Mixtape veredeln. FAILURE courtesy of Xtra Mile Recordings/IndigoEine ausgedehnte Tour durch Europa ist für Ende des Jahres in Planung. Und die beste Promo gibt es von Maynard James Keenan (Tool/A Perfect Circle) himself: "Failure has been a huge inspiration to me. They say amateurs borrow and professionals steal. Well over the years this pro has robbed those poor saps blind" Album-VÖ: 17.07.2015 (Photo courtesy of Xtra Mile Recordings/Indigo)