(Black Space Records / Cargo Records)

New Wave of Heavy Psychedelic Space Rock aus Münster. Nochmal, Münster? Nee, oder? Oh doch mein Freund, oh doch! Lange hatte ich kein Album mehr in der Hand, welches eine gute Stunde Musikgenuss bescherte. "Refugeeum" der BLACK SPACE RIDERS ist eine solche Scheibe. Es ist nun das vierte Werk der Band - ich bin gespannt!  Ich habe das Album nun mehrfach durchgehört und habe es leider nicht geschafft, die Rezension vor dem Release zu schreiben. Verzeiht! Aber ich musste mir das einfach immer und immer wieder anhören. Ich hörte an verschiedenen Orten. Zu verschiedenen Zeiten. In verschiedenen Stimmungslagen. Immer und immer wieder. Und auch immer und immer wieder hat mich die Musik von BLACK SPACE RIDERS auf's Neue fasziniert, auf eine Reise mitgenommen, getroffen, zum Nachdenken gebracht, sprachlos zurückgelassen.

Es ist schwer, das alles in Worte zu fassen, was einem die Münsteraner da entgegen feuern. Ich werde mich deshalb in dieser Rezension auch nicht auf einzelne Tracks beziehen, das ist mir schlichtweg nicht möglich bei einem solchen Werk. Das wuchtige Thema der Platte ist: Flucht aus der Heimat, Vertreibung und ein Neuanfang. Das ist ein ziemliches Pfund an Storyline. Aber BLACK SPACE RIDERS vermögen es, sich dem Thema mit der nötigen Größe und Tiefe zu nähern, sei es textlich oder musikalisch. Die Schwere und Unaufhaltsamkeit dieser Realität in Klangwelten einzubetten, mit Instrumenten und Stimmen, das ist die Stärke dieser Band.

Black Space Riders official 2015Wer Queens Of The Stone Age, Black Sabbath, Kyuss, Monster Magnet, Tool, Doors und Motörhead mag, der könnte hier durchaus fündig werden.

Fazit: Schwere, intensive und sphärische Musikkunst. Man braucht Zeit und einen offenen Geist um sich "Refugeeum" zu stellen. Wer aber mit den BLACK SPACE RIDERS Eins wird, der wird von diesen Klängen sehr lange und innig zehren und nicht mehr von ihnen lassen können.

Album-VÖ: 24.07.2015

(Photo by Hanno H. Endres)