(Rise Records) THE DEVIL WEARS PRADA haben eine bahnbrechende Karriere auf ihren Schultern. Während ein gutes Momentum aus den "Dear Love"- und "Plagues"-Zeiten bereits abhanden gekommen ist und sich im gleichen Atemzug auch ein Teil der Fanbase aus diesen Tagen verabschiedet hat, haben sich die gegenwärtig vier Jungs musikalisch stetig weiterentwickelt. Album für Album, Song für Song wurden neue Grenzen ertestet und der eigene Sound verfeinert. Den Höhepunkt stellte damit ohne Frage das letzte Release "8:18" dar, womit THE DEVIL WEARS PRADA in dunkelste Sphären eintauchten. Nun entschloss man sich, nach dem letztgenannten Album, "Dead Throne" und der "Zombie EP" erneut zu Rise Records zurückzukehren, die über Jahre hinweg massive Sprünge machten und ihre Artisten stets auf höchstem Level promoten. Und dann kam als Vorgeschmack für die neue "Space EP" prompt die Single 'Supernova', welche der Bezeichnung als Single wirklich gerecht wird. Das Ding ist catchy und geht straff nach vorne. Dabei wird sofort ein Nostalgie-Feeling à la "With Roots And Branches Below", dem letzten Release unter Rise Records, erzeugt. Sollte das die Richtung sein? Es hätte auf jeden Fall im Rahmen des Labelwechsels Sinn ergeben. Doch was im Endeffekt dabei herauskam, erscheint vielmehr als eine Ansammlung an Ideen, ohne wirklich stringent zu sein. Es fehlt schlichtweg der rote Faden und das, obwohl man auf einer komprimierten Platte im Prinzip genau den Kern treffen möchte. Parallelen zu "8:18", wie beispielsweise ähnliche Soundeffekte in 'Planet A', sind definitiv vorhanden. Auch 'Moongod' erinnert zum großen Teil an das letzte Meisterwerk, im Speziellen nämlich an den gleichnamigen Song, und ist damit neben 'Supernova' ein klasse Song. Zudem schafften es noch das chaotische 'Alien', das nicht in eine Schublade zu steckende 'Asteroid' und ein überflüssiges Interlude, das der nachfolgenden Single nicht gerecht wird und sie funktional nicht unterstützt, auf die Platte. The Devil Wears Prada courtesy of Rise RecordsWas im Endeffekt bleibt, ist folgendes: Die "Space EP" ist nicht so catchy wie "With Roots And Branches Below", nicht so chaotisch wie die "Zombie EP", nicht so böse wie "Dead Throne" und leider auch nicht dunkel genug, um an "8:18" heranzureichen. Es bleibt ein unerwartet schwacher zweiter Start bei Rise Records. Die "Space EP" ist keinesfalls schlecht, weiß nur leider mit wenig Ideen und fehlender Konsistenz an vielen Punkten nicht zu überzeugen. Vielmehr plätschert die Platte dahin. Einen wichtiger Faktor stellt sicherlich der Verlust des Gitarristen Chris Rubey dar, aber das ist auch nicht mehr als Spekulation. Wird diese kreative Lücke wieder geschlossen, darf man auf einen erneuten Knaller in Form eines Albums im Jahr 2016 hoffen. Album-VÖ: 21.08.2015 (Photo courtesy of Rise Records)