(Rykodisc / Warner) Hätte es nicht schon einige Vorabsingles vom NO DEVOTION-Album gegeben, hätte ich ungläubig den Kopf geschüttelt, nachdem ich die ersten Klänge von "Permanence" vernommen habe. So hört sich also das Ergebnis an, wenn man die Überreste der Nu-Metal Hitmaschine Lostprophets mit der Post-Hardcore Stimme von Thursday Sänger Geoff Rickly kreuzt. Das Ergebnis tut sicherlich keinem weh, aber darauf gewartet hat sicherlich auch niemand. Für NO DEVOTION dürfte es ein beschwerlicher Weg werden, wenn man zurück in die ersten Zeilen der Festivalplakate möchte. 'Break' gibt den Einstieg in dieses Quasi-Comeback Album und hört sich dabei so an, wie eine schlechte Nummer von M83. Mit 'Permanent Sunlight' folgt einer der bereits bekannten Songs und beweist durchaus Hitqualitäten, klaut aber eigentlich auch nur gehörig – dieses Mal bei The Cure und Joy Division. Und auch mit 'Eyeshadow' lässt sich keine eigene Marke aufbauen. Und so geht das Ganze dann Track für Track. Editors, Interpol, Dredg, Angels & Airwaves und gar 30 Seconds to Mars kann man getrost als Referenzen für dieses Album anführen und wird ohne großes Suchen die ein oder andere Songidee bei den Genannten wiederfinden. Erfreulich, dass man einen richtigen Rohrkrepierer in Songform nicht auf dem Langspieler platziert hat, wobei man sich schon fragen muss, was das Instrumental 'Death Rattle' auf der Platte zu suchen hat. '10,000 Summers' und 'Stay' schreien hingegen geradezu nach Radioairplay, und das nicht nur auf irgendwelchen Alternative/Rock Spartensendern. Der beste Song der Platte, 'Night Drive', wird wohl mit seinen sechs Minuten Spieldauer keine Radiokarriere starten können. No Devotion - Photo by Keeyahtay LewisDass es die Band bei ihrer Neuerfindung nicht leicht haben wird, konnte man sich ja schon im Vorfeld denken. Aber dass sich das ganze Ergebnis nun leider derart verkrampft anhört, ist wohl das Ergebnis des „Alles-richtig-machen-wollens“. Album-VÖ: 25.09.2015 (Photo by Keeyahtay-Lewis)