(Rude Records/ Soulfood) Die Partycrasher von ZEBRAHEAD sind auch im 20. Jahr ihres Bestehens nicht müde und lassen mit "Walk The Plank" ihr mittlerweile elftes Studioalbum auf die Menschheit los. Mit orientalischen Klängen startet 'Who Brings A Knife To A Gun Fight' recht ungewöhnlich - das Thema kommt auch innerhalb des Songs zum Tragen, ansonsten ist der für ZEBRAHEAD-Verhältnisse recht aggressiv vorgetragene Track mit einem catchy Refrain aufgelockert, was ja schon immer eine Stärke der Jungs war und sich wahrscheinlich auch nicht mehr ändern wird. Das Händchen für zupackende Melodien, Abwechslungsreichtum und hohen Unterhaltungswert kann man den Kaliforniern nicht absprechen - auch wenn die Innovation seit dem kommerziellen Durchbruch von 2000 mit dem Album "Playmate Of The Year" keine großen Sprünge gemacht hat. Hier gibt es Entertainment am laufenden Band, z.B. die Sprechgesang-Passagen bei 'Headrush', die einen gelungenen Spannungsbogen bauen. Neben dem Einsatz dieses Stilmittels (meinetwegen auch PunkRap genannt), zeigen  ZEBRAHEAD ihre Kreativität und Können mit Reggae-mäßigen Einschüben ('So What'), straight forward PunkRock ('Worse Than This') oder poppigen Skaelementen ('Battle Hym') - auch ein kurzes, aber überzeugendes Instrumental namens 'Under The Deep Blue Sea' hat es auf "Walk The Plank" geschafft. Im ersten Moment liest sich das auch alles sehr kreativ und spannend, nur fehlt mir ein gewisser roter Faden - auf mich wirkt das Ganze wie eine Compilation aus den letzten Jahren - wobei bei diesen Zusammenstellungen meistens die Hits im Vordergrund stehen, welche mir beim vorliegenden Album leider fehlen. Klar wippt man mal mit, wenn die Rappassagen den Übergang in den Chorus forcieren. Die Struktur ist aber schnell durchschaut und der Überraschungseffekt dementsprechend minimal. ZEBRAHEAD sind eher die Band für die Bühne - live funktioniert die Melange aus musikalischer Durchgedrehtheit und aktiver, spaßiger Charmeoffensive nämlich exponentiell im positiven Bereich. Deswegen sei hiermit auf die Tourdaten verwiesen (s.u.), um sich im trüben Herbst etwas Sommer zurück zu holen. Zebrahead-photo courtesy of Rude RecordsFazit zu "Walk The Plank": Alles kann, aber nichts muss (hängenbleiben). ZEBRAHEAD haben ihre Fanbase, die auch dieses Album mögen wird - und es ist gut, dass der Fünfer in regelmäßigen Abständen ihren Stuff veröffentlicht, damit das unermüdliche Touren möglichst lange durchgezogen wird. "Walk The Plank" wird es nicht in Jahresbestenlisten schaffen, aber die Vorfreude auf die Bühnenaktivität im Zuge der Promotion für die neue Veröffentlichung ist groß. Alles in allem sind 3,5 Blitze gerechtfertigt, weil die Songs Power haben, Kreativität als Partyfaktor unverschämt gut eingesetzt wird und die Jungs halt sympathisch sind. Tourdates 2015: 22 Oct 2015 – Essigfabrik – Cologne, Germany 23 Oct 2015 – Markthalle – Hamburg, Germany 24 Oct 2015 – Beatpol – Dresden, Germany 25 Oct 2015 – C-Club – Berlin, Germany 27 Oct 2015 – Musikzentrum – Hannover, Germany 28 Oct 2015 – Lagerhaus – Bremen, Germany 29 Oct 2015 – Matrix – Bochum, Germany 30 Oct 2015 – Cafe Cenntral – Weinheim, Germany 31 Oct 2015 – Dynamo – Eindhoven, Netherlands 02 Nov 2015 – Spectrum – Augsburg, Germany 03 Nov 2015 – Universum – Stuttgart, Germany 04 Nov 2015 – Backstage – Munich, Germany 05 Nov 2015 – Kesselhaus – Wiesbaden, Germany 06 Nov 2015 – Rosenhof – Osnabruck, Germany 08 Nov 2015 – Helling – Utrecht, Holland 09 Nov 2015 – Kofmehl – Solothurn, Switzerland 10 Nov 2015 – Rockhouse – Salzburg, Austria 11 Nov 2015 – Durer Kert – Budapest, Hungary 12 Nov 2015 – Arena – Vienna, Austria 20 Nov 2015 – Fleche D'Or – Paris, France In Deutschland gibt es Support von Man With A Mission, Templeton Pek und MxPx Album-VÖ: 16.10.2015 (Photo courtesy of Rude Records)