(FDA Rekotz/Soulfood) Die fetten HM2-Gitarren lassen nicht eine Sekunde zweifeln: es geht um Schwedentod. Kurzes Introsample und *bumm* - los geht die wilde Hatz. 'Corrosive Revelation' ist der Titeltrack zu ENDSEEKER’s Debüt-EP. Melodisches aber stets brutales Riffing, das immer wieder an die Kollegen von Fleshcrawl erinnert. Guter Mix aus Up- und Midtempo und in der Mitte des Songs gibt es sogar einen fetten, beatdown-tauglichen Groovepart. 'Attention War' rollt auf schönen Double-Bass-Ketten über das Schlachtfeld, drückt aber bei Zeiten das Gaspedal durch. 'Consumed By Desire' besticht durch modernes Riffing. Passt aber auch gut ins Schweden-Death-Gewand. Hier und da meine ich Grave zu ihrer "Soulless"-Phase rauszuhören. 'Deployment Of The Aroused' wirft dann komplett den Anker aus und bremst erstmal auf Doom-kompatible Geschwindigkeit ab. Auch hier werden immer wieder recht "modern" klingende Riffs eingestreut. Den Abschluss macht 'Supposed To Rot', hübsch roh interpretiert. Gefällt mir im Original aber doch besser. ENDSEEKER haben sich mit "Corrosive Revelation" einen verdammt starken Brocken aus den eitrigen Eingeweiden geprokelt. Tolles Songwriting (insbesondere, wenn man bedenkt, dass die Band erst seit 2014 unterwegs ist), fette Produktion (von Alexander Dietz und Eike O. Freese) und ein oldschooliges Artwork. Einzig die Gesangsleistung von Fronter Lenny überzeugt mich nicht immer zu 100%. Der Versuch, durch z.B. Pig-Squeals etwas Abwechslung in die Sache zu bringen in allen Ehren, aber ich mag meinen Schwedentod-Gesang lieber so roh, primitiv und asselig wie möglich. Endseeker-by-fdarekotzEgal. "Corrosive Revelation" fährt trotzdem fünf dicke Blitze ein. Death-Metal-Fans greifen hier auf jeden Fall zu. Album-VÖ: 13.11.2015 (Photo by The Rocky Picture (Show))