(Wooaaargh, Crucificados, Glass To The Face, Skaven, Positive Cacophony, I Feel Good) Das Infosheet sagt, KLUSTER FUCK wurden gegründet, um schnell zu spielen. Und ich kann schonmal verraten: Ziel erreicht. Das dänische Quartett besteht seit 2013, mit eben jenem, noblen Anspruch, wobei alle Beteiligte noch keine Erfahrung an ihren Instrumenten hatten. Aber die Marschrichtung war klar: Käng, also die skandinavische Form des D-Beat, kombiniert mit Grind und Powerviolence. Das Ergebnis des gemeinsamen Lernprozesses ist die nun vorliegende EP Schrägstrich Full-Lenght mit dem schönen Titel "Crazymaker". Veröffenlicht als Gemeinschaftsprojekt von gleich sechs Labels, gepresst auf 517 gold-grün-gesprenkelte LPs. Geil! Und ganz nebenbei: dickes Dankeschön an Cris von Wooaaargh, dass die Magazine mit den tatsächlichen Vinyl-LPs bemustert werden. Heutzutage alles andere als selbstverständlich! 20 Songs in 14 Minuten – da leuchtet ein, dass KLUSTER FUCK nichts für schwache Nerven sind. Derbstes Geprügel mit ausgeprägter Grind-Kante. Weniger Stop-Go als erwartet, aber trotzdem mit ausreichend Breaks und dissonanten Riffs, sodass ganz sicher keine Langeweile aufkommt. Dann und wann wird sogar mal richtig krass auf die Bremse gelatscht (wie z.B. in 'Blame The Horse'), dadurch erscheinen aber die schnellen Parts natürlich nur noch extremer. Die Vocals der Sängerin sind komplett histerisch over-the-top, die Produktion saufett und sägend, sodass das ohnehin schon schlagkräftige Songmaterial noch aggressiver rüberkommt. Einzig das für KLUSTER FUCK-Verhältnisse schon episch lange 'Agonizing Slowly' lässt den Hörer dank Neurosis-artiger Atmo-Parts etwas entspannen. Aber auch nur kurz. KLUSTER FUCK rotzen mit "Crazymaker" ein saustarkes Debüt raus, das Lust auf mehr macht. Die Band sollte man also im Auge behalten. Album-VÖ: 13.11.2015